Pfarrer Bogdan Pelc nun auch in Leesdorf

Erstellt am 09. September 2020 | 05:07
Lesezeit: 3 Min
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Bogdan Pelc ist seit 1. September 2017 Pfarrmoderator in der Pfarre St. Christoph und nun auch in St. Josef.
Foto: privat
Seit 1. September ist Bogdan Pelc als Pfarrmoderator neben St. Christoph auch für die Pfarre St. Josef in Baden-Leesdorf zuständig.
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Ein Geistlicher betreut mehrere Gemeinden: Das, was in vielen Dorfpfarren eher Regel als Ausnahme ist, kommt jetzt in eine Stadt. Seit 1. September leitet Bogdan Pelc neben seiner Tätigkeit als Pfarrmoderator in St. Christoph auch die Pfarre St. Josef in Baden-Leesdorf, wo nach 17 Jahren der bisherige Pfarrer Leo Steyrer sich mit einem Sabbatical nach Jerusalem verabschiedet hat.

Es sei ihm klar, dass diese Änderung in beiden Pfarren auch Ängste verursache. Daher stellt Pelc klar, dass beide Pfarren „in jeder Hinsicht autonom“ bleiben. „Alle Gremien, wie Pfarrgemeinderat oder Vermögensverwaltungsrat verlieren nichts von ihrer Kompetenz oder Vollmacht“, erklärt er. Vermutlich einmal im Jahr soll es eine gemeinsame Sitzung der beiden Pfarrgemeinderäte geben, um die Jahresplanung zu koordinieren und eventuell gemeinsame Aktionen vorzubereiten. Die Finanzen bleiben getrennt, das Personal jeweils bleibe ebenso bestehen. „Die Pfarrsekretärinnen werden nach wie vor in den Kanzleien an Ort und Stelle anwesend sein“, erklärt Pelc.

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Die Kirche von St. Josef wurde 1987 erbaut. Seit 1990 ist die Pfarre eigenständig. Die bisherigen Pfarrer waren Karl Bock (1989-2005), Stephan Turnovszky (2005-2008) und Leo Steyrer.
Foto: Fussi

In seelsorgerlicher Hinsicht kümmern sich um die beiden Pfarren neben Bogdan Pelc noch Kaplan Theo Mbarga, Pastoralassistentin Sonja Hörweg und der neue Kaplan Ciprian Iacob. Die genauen Aufteilungen werden erst festgelegt. Wobei er eines festhalte: „Ich werde nicht mehr bei allen wichtigen Ereignissen in den Pfarren anwesend sein.“ Besonders im ersten Jahr werde es zu mancher Terminkollision kommen, da in beiden Pfarrgemeinden bereits vieles geplant worden sei. „Natürlich werde ich mich bemühen, in beiden Gemeinden mit gleichem Elan und Fleiß zu arbeiten und präsent zu sein, nur manchmal eben abwechselnd“, sagt Pelc.

„Es ist eine dauerhafte Lösung“, erklärt er gegenüber der NÖN. Die genauen Hintergründe der Obrigkeit kenne er nicht, aber der Priestermangel sei „sicher einer der Gründe“. Er habe bereits vor 20 Jahren zwei kleine Pfarren im Weinviertel geleitet. „Es war eine Arbeit unter anderen Voraussetzungen, dennoch ist diese Erfahrung sehr wichtig und beruhigend für mich. Diese zwei Gemeinden waren damals bereits seit vielen Jahren durch die Person des gemeinsamen Pfarrers verbunden. Wir in Baden werden es erst lernen müssen und das wird nicht immer einfach sein“, erklärt er.

Was die Pfarrgemeinderäte von St. Christoph und St. Josef zur Lösung sagen, könnt Ihr in der aktuellen Badener NÖN lesen oder im E-Paper.

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