NÖGKK: Diabetes im Griff

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Rund 80 000 Niederösterreicher leiden an Diabetes mellitus Typ 2 – im Volksmund Zuckerkrankheit. Die Ursache dafür liegt im ungesunden Lebensstil. Aus der ehemals tödlich verlaufenden ist allerdings eine gut behandelbare Krankheit geworden. Die NÖ Gebietskrankenkasse verweist in dem Zusammenhang auf ihr„Therapie Aktiv“-Programm, das 21 Ärzte im Bezirk Baden anbieten.

Andreas Fussi
Andreas Fussi Erstellt am 13. November 2018 | 14:25
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Badens NÖGKK Service-Center-Leiter Norbert Kreillechner weiß: "Richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung hilft bei Diabetes!"
Foto: NÖGKK

Das Programm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“, das von der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) in Kooperation mit der Ärztekammer NÖ angeboten wird, ist eine wichtige Säule im Kampf gegen die heimtückische Krankheit. 

Norbert Kreillechner, Service-Center-Leiter der NÖGKK in Baden erklärt: „Bei ‚Therapie Aktiv‘ werden die Betroffenen stark in die Behandlung einbezogen. Sie übernehmen Mitverantwortung, indem sie gemeinsam mit ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt  Behandlungsstrategien festlegen. Damit steigen die Chancen, die Zuckerkrankheit in den Griff zu bekommen und Folgeschäden wie Schlaganfälle oder Beinamputationen zu vermeiden.“ 

Denn im Rahmen des Programms werden laufend medizinische Checks wie Augenkontrollen, Fußuntersuchungen und Blutabnahmen durchgeführt. Regelmäßige Kontrolltermine, ärztliche Gespräche und Diabetes-Schulungen helfen den Betroffenen bei der Änderung ihres Lebensstils in Richtung gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Im Bezirk Baden bieten 21 Arztordinationen „Therapie Aktiv“ an, die gemeinsam 1.202 Patientinnen und Patienten betreuen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Infos gibt es auf www.noegkk.at oder bei der NÖGKK-Hotline 050899-3107.

Zahlen und Fakten zu Diabetes Mellitus

  • Alle 50 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Diabetes. Das sind 10 000 Menschen im Jahr.
  • Die meisten Todesfälle sind auf Herzinfarkt und Schlaganfall zurückzuführen.
  • Jedes Jahr werden in Österreich 2 500 Amputationen aufgrund von Diabetes mellitus vorgenommen. Das sind 62 % aller Amputationen.
  • Jedes Jahr werden 300 Menschen mit Diabetes wegen ihres Nierenversagens dialysepflichtig. Das sind 26 % aller Betroffenen mit neuer Dialysepflichtigkeit.
  • Jedes Jahr erblinden in Österreich 200 Menschen als Folge des Diabetes mellitus.

Quelle: Österreichische Diabetes Gesellschaft