NÖM-Chef Berger wird Staskas Vize-Obmann. ÖVP-BADEN / Molkerei-Boss Alfred Berger steigt in die Stadtpolitik ein. Staskas zweite neue Stellvertreterin heißt Erna Koprax.

Erstellt am 28. März 2011 (07:28)
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Quereinsteiger. NÖM-Chef Mag. Alfred Berger (r.) und Erna Koprax werden Stellvertreter des neuen ÖVP-Parteiobmannes Kurt Staska (2.v.r.). Stadtrat Rudolf Gehrer (l.) übernimmt die neue Position des ÖVP-Generalsekretärs in Baden.JEDLICKA
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VON STEFAN JEDLICKA

BADEN / Am 13. April wird Bürgermeister Kurt Staska auch das Amt des ÖVP-Stadtparteiobmannes in Baden übernehmen, das derzeit noch seine Vorgängerin im Rathaus, Landtagsabgeordnete Erika Adensamer, innehat. Um den von ihm propagierten Neuanfang für die Volkspartei auch personell zu demonstrieren, hat er sich zwei Quereinsteiger als Stellvertreter ausgesucht. An die Stelle von Mag. Fritz Koprax und Ing. Hannes Stiastny treten Koprax´ Ehefrau Erna und NÖM-Chef Mag. Alfred Berger.

Beide sind Quereinsteiger, haben bislang keine politischen Ämter ausgeübt. „Es ging darum, einen Weg fortzusetzen, den wir nach der Gemeinderatswahl 2010 mit dem für uns schmerzlichen Ergebnis begonnen haben“, betonte Staska anlässlich der Präsentation seiner Stellvertreter am Mittwoch. Seit dem Verlust der absoluten Mehrheit sei man bemüht, „wieder mehr Bürgernähe zu zeigen“. Staska stellte klar: „Ich wollte keine klassischen Nachrück-Kandidaten, sondern durch meine Personalauswahl bewusst Signale setzen.“ Zahlenspiele oder die in der ÖVP so starke Bündestruktur habe er hintangestellt, berichtete der designierte VP-Chef: „Das gehört für mich der Vergangenheit an“. Und die Partei habe diesen Weg einstimmig abgesegnet.

Besonderes Augenmerk wolle er auf die Bereiche Tourismus, Wirtschaft und Bürgernähe legen: „Die zentralen Chancen für Baden.“ Alfred Berger, Generaldirektor der zweitgrößten Molkerei Österreichs, will sich vor allem im wirtschaftlichen Bereich einbringen. „Kurt Staska hat mich mit seiner Arbeit überzeugt“, begründete er sein Engagement. Als Konzernchef mache er laufend Werbung für Baden. „Auch unsere Zentrale bleibt hier, obwohl wir in England ein doppelt so großes Werk haben. Und ich bringe neuen Mitarbeitern und Kunden immer die Vorzüge der Stadt näher“. Seine wirtschaftlichen Kontakte wolle er ebenfalls gerne im Sinne der Partei nutzen.

Unternehmerin Erna Koprax, die für internationale Hotelkonzerne tätig ist, will sich vor allem für den Tourismus engagieren: „Wir müssen die vielen Stärken der Stadt mehr vermarkten, das kommt allen anderen Bereichen in Baden zugute“ ist sie überzeugt. Themenschwerpunkte wie Beethoven, Wein, Wasser oder Rosen gelte es zu verkaufen.

Endgültig zum Multifunktionär aufgestiegen ist Klubobmann und Stadtrat Rudi Gehrer, der nun auch die Funktion des Generalsekretärs der Volkspartei übernimmt: „Gerade in einer Stadt wie Baden ist es wichtig, täglich auf die Menschen zuzugehen. Ich will den Servicecharakter der Partei mit Veranstaltungen, Sprechstunden und persönlichen Kontakten ausbauen.“