Stefan Szirucsek: „Der Nächtigungsgast ist das Ziel“. VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek über seine zwei Jahre im Amt, wichtige Projekte und künftige Vorhaben für die Stadt Baden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 16. Oktober 2018 (04:25)
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NÖN: Sie sind jetzt genau zwei Jahre im Amt – wie war diese Zeit rückblickend für Sie? Haben Sie es so erwartet?
Stefan Szirucsek: Ich tue mir schwer mit dem Begriff Erwartung. Die Wahl zum Bürgermeister der Stadt Baden kam überraschend. Die Übernahme dieses Amts geht durch die Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen.

Wie ist der Kontakt zu den Bürgern? Sie waren ja schon im Gemeinderat, hat sich durch die Führungsposition irgendetwas verändert?
Im Umgang mit Menschen nehme ich keine Veränderung wahr. Manche Menschen treten mit Anliegen direkt an mich heran, andere machen das indirekt. Ich bemühe mich, für alle Anliegen ein offenes Ohr zu haben und Lösungen zu finden.

Der Gemeinderat scheint jetzt grundsätzlich ruhiger abzulaufen als früher, oder?
Die Debatten sind sachlicher geworden. Die politische Debatte sollte nie ins Persönliche abgleiten.

Wie schaut es mit der Koalitionsregierung aus? Wie gut wird da zusammengearbeitet?
Die Zusammenarbeit ist sehr gut, das 2015 beschlossene Koalitionsübereinkommen ist Arbeitsgrundlage. Viele Punkte sind umgesetzt, manches ist durch geänderte Rahmenbedingungen dazu gekommen.

Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Projekte?
Jedes Projekt ist wichtig. Es geht ja um die Gestaltung der Zukunft der Stadt. Ein wichtiger Schritt war beispielsweise die Evaluierung des Verkehrskonzeptes. Das ist eine Grundlage, um Entscheidungen im Detail treffen zu können. Hier werden erste Empfehlungen bereits umgesetzt. Beispielsweise der Rad- und Fußweg am Wilhelmsring. Da haben wir Grabungsarbeiten der EVN genutzt und das Projekt vorgezogen um Synergien zu nutzen. Ein nächster Schritt ist die Verbesserung der Anbindung der Haidhofsiedlung in Richtung städtisches Radwegenetz.

Wie schaut es mit den Pollern in der Fußgängerzone aus?
Das war ein großes Thema beim Verkehrskonzept. Es gab und gibt viele Beschwerden über Fahrzeuge in der Fußgängerzone. Die Zählungen bei Erstellung des Verkehrskonzepts bestätigen das. Wir wollen ein flexibles System, das bereits erfolgreich in anderen Städten eingesetzt wird. Verschiedene Anforderungen müssen dabei berücksichtigt werden.

Wann wird das realisiert?
Spätestens im Frühjahr 2019 sollen die Poller stehen. Die erforderlichen baulichen Maßnahmen werden abgeklärt. Wenn die Details geklärt sind wird zügig umgesetzt.

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