Cobra muss nach Brand Wohnhaus stürmen. Nach einem Brand warf Wohnhausbesitzer Feuerwehr raus und sperrt sich ein. Das Sondereinsatzkommando Cobra musste das Haus stürmen.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 07. Juni 2021 (21:04)

Radfahrer bemerkten am Montagnachmittag, dass Rauch aus einem Einfamilienhaus in einer Siedlung in Oberwaltersdorf drang und alarmierten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehren Oberwaltersdorf, Trumau, Ebreichsdorf und Oeynhausen rückten zu einem B3 aus.

„Als wir an der Einsatzadresse eintrafen wurde uns erst nach kräftigem Klopfen an der Tür geöffnet und wir drangen mit schwerem Atemschutz in das Innere des Wohnhauses vor“, schildert Einsatzleiter Patrick Kospach von der Feuerwehr Oberwaltersdorf die Situation.

„Wir konnten den Brand im Bereich eines Sofas rasch ablöschen und ein weiters Übergreifen der Flammen verhindern. Anschließend verhielt sich der Wohnhauseigentümer aggressiv gegenüber unserem Atemschutztrupp, worauf dieser sofort die Schlauchleitung ablegte und das Haus verließ. Der Mann nahm den Schlauch, warf ihn aus dem Haus und versperrte die Eingangstür“, so der Einsatzleiter.

Trotz Klopfen der Feuerwehr und später der Polizei ließ der Mann niemanden mehr in das Haus und verschanzte sich darin. Da die Lage unklar war und der Mann nicht reagierte, wurde das Sondereinsatzkommando Cobra angefordert. Die Beamten stürmten dann über eine Terrassentür das Objekt und konnten den Mann festnehmen. Der Mann wurde ins Freie gebracht und war vom Brand völlig schwarz im Gesicht.

Er wurde von den anwesenden Sanitätern und und einem Feuerwehrarzt sowie dem Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Erst anschließend konnte die Feuerwehr das Haus nach weiteren möglichen Glutnestern durchsuchen und ihren Einsatz beenden. Was genau den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen!