Gemeindeamt übersiedelt in Bettfedernfabrik. Oberwaltersdorfs Mandatare ziehen Ende Februar in die Bettfedernfabrik.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 26. Februar 2019 (04:34)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Natascha Matousek vor dem bisherigen Gemeindeamt, das nun ein Kindergarten wird.
Thomas Lenger

Das Gemeindeamt der Marktgemeinde übersiedelt mit Ende Februar in die Bettfedernfabrik. „Das ist dringend notwendig, denn man kann durchaus sagen, dass unsere Mitarbeiter bereits aufeinander saßen“, so VP-Bürgermeisterin Natascha Matousek.

So befanden sich im knapp über 20 Quadratmeter großen Bauamt zuletzt vier Mitarbeiter. „Im neuen Gemeindeamt gibt es mehr Platz für die Mitarbeiter und auch für unsere Bürger können wir nun ein moderndes und dem Zeitgeist entsprechendes Amt bieten“, so die Ortschefin.

„Im neuen Gemeindeamt gibt es mehr Platz für die Mitarbeiter und auch für unsere Bürger können wir nun ein moderndes und dem Zeitgeist entsprechendes Amt bieten“

Barrierefreiheit und der Platzmangel zwangen die Gemeinde zum Handeln. Anstatt eines teuren Neubaus entschloss man sich im Gemeinderat mit allen Stimmen, mit Ausnahme der Grünen, in die Bettfedernfabrik zu übersiedeln. In dem gemeindeeigenen Gebäude sind neben 28 Betrieben und Vereinen das Museum sowie die Veranstaltungslokation untergebracht. Für die Umbauarbeiten und großteils gebrauchte Möbel mussten nur 150.000 Euro ausgegeben werden.

„Es war eine sehr gute Entscheidung“, ist die Bürgermeisterin überzeugt und setzt mit der Übersiedelung auch ein klares „Ja“ zur Bettfedernfabrik, welche einst als „Sargnagel“ der Gemeinde gegolten hatte. Kritik gab es, laut der Ortschefin, kaum. „Die meisten kommen ohnedies mit dem Auto zur Gemeinde. Und hier gibt es ausreichend Parkplätze und ein modernes, barrierefreies Gemeindeamt.“

„Wir müssen das Gebäude bis September zu einem Kindergarten mit zwei Gruppen umbauen“

Aber auch das ehemalige Gemeindeamt wird nicht lange leer stehen. „Wir müssen das Gebäude bis September zu einem Kindergarten mit zwei Gruppen umbauen“, so Matousek. Damit werde das Gebäude, welches bis vor 60 Jahren als Schule genutzt worden war, wieder für Kinder zur Verfügung stehen.

„Mit den beiden Schulen und dem weiteren Kindergarten entsteht hier ein neuer Bildungs-Campus“, sagt die Bürgermeisterin. Dafür werde derzeit ein Verkehrskonzept erarbeitet.

Die Öffnungszeiten im neuen Gemeindeamt werden geringfügig geändert. Künftig wird das Amt am Montag und Dienstag von 8 bis 12 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr und an Freitagen von 8 bis 11 Uhr geöffnet haben.