Kunstaspekt in Baden wird 25

Erstellt am 27. Februar 2022 | 04:38
Lesezeit: 3 Min
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Aspekt-Obfrau Christine Todt wird von einer „Afrika-Sehnsucht“ geplagt. Sie bedankt sich bei Gerd Ramacher, der immer ein offenes Ohr hat, der Bezirkshauptmannschaft Baden, die die Galerie im Turm zur Verfügung stellt sowie der Abteilung Kunst & Kultur des Landes, die die Ausstellungen fördert. F
Foto: Selfie/Christine Todt
Die Künstlervereinigung Aspekt geht in ein neues Kulturjahr, mit welchen Gefühlen? Die NÖN fragte nach.
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Die NÖN im Gespräch mit Aspekt-Obfrau Christine Todt.

NÖN: Mit welchen Gefühlen gehen Sie in das heurige Kulturjahr?

Christine Todt: Eigentlich überwiegt die Vorfreude auf unser Programm in der Galerie im Turm und unseren Ausstellungen in anderen Kulturinstitutionen im In- und Ausland. Natürlich kann es wieder zu Einschränkungen kommen, aber mittlerweile gehen wir damit gut um und haben eine Routine entwickelt. In den vergangenen Jahren waren wir sehr verunsichert, man konnte nicht planen, man wusste nicht, wie es weitergeht. Für unser Team war das eine große Belastung, da wir auch eine Verantwortung gegenüber den Künstlerinnen und Künstlern haben.

Hat man in dieser Zeit auch was lernen können?

Todt: Wir haben viel aus der Situation gelernt. Anstelle von acht Ausstellungen jährlich, die in kurzem Zeitraum durchgeführt wurden, machen wir sechs.

Hat sich Ihre konzeptive Arbeit für „kunstaspekt“ verändert?...

Todt: Die Arbeit hat sich nicht wesentlich geändert. Unsere Konzeption liegt weiter im Austausch mit anderen Kunstvereinen und Kulturinstitutionen innerhalb Österreichs und im Ausland. Kultur lebt vom persönlichen Austausch. Im April und Mai haben wir einen Austausch mit dem Mödlinger Künstlerbund. Beide Vereine stellen vice versa in den jeweiligen Galerien aus. Im Juli kann nach zweimaliger Verschiebung unsere Ausstellung „Borderless“ in der MOG gallery in Kranj/Slowenien stattfinden. Im September zeigen unsere Mitglieder in der bv Galerie Klagenfurt Druckgrafiken.

…und Ihr eigenes künstlerisches Schaffen?

Todt: Meine eigene Arbeit hat sich insofern geändert, dass ich viel strukturierter geworden bin. 2020 war die schlimmste Zeit, die ich je hatte - die Sinnhaftigkeit ging mir verloren. Meine private Ausstellungstätigkeit war sehr eingeschränkt und die jährliche Afrika-Reise konnte nicht stattfinden. Ein streng geregelter Tagesablauf hat mir geholfen, diese Phase zu überwinden. Meine Sehnsucht nach Afrika thematisiere ich in der Grafikserie „yearning for africa“. Proportional zur Sehnsucht wächst die Formatgröße...

Wie feiert „kunstaspekt“ sein 25-jähriges Jubiläum?

Todt: Im Oktober findet unsere dreiwöchige Jubiläumsausstellung „25 Jahre kunstaspekt“ statt, in der unsere KünstlerInnen ihre favourite works zeigen, ein Katalog wird herausgegeben, den wir mithilfe der Stadt Baden, der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ und der Sparkasse Baden realisieren können. Als Gründungsmitglied bin ich einerseits erstaunt, wie schnell diese Zeitspanne vergangen ist, andererseits können wir sehr stolz auf die Entwicklung unseres Vereines zurückblicken, der aus dem kulturellen Leben Niederösterreichs nicht mehr wegzudenken ist. Das muss gefeiert werden!

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