Aus für Casino-Bus? Stadtchef tritt Gerüchten entgegen. Badens Bürgermeister erteilt Gerüchten um Aus für Nachtbuslinie Absage.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 15. Januar 2020 (05:56)
Imagefotos der Wiener Lokalbahnen, Busverbindung Baden - Wien, Casinobus.
WLB / Johannes Zinner

In den Social Media Kanälen, vor allem auf Facebook, wird seit letzter Woche wieder verstärkt um die Zukunft des Casino-Busses (Linie 360) debattiert. Auch die Bürgerliste „wir badener“ greift jetzt das Thema vor der Wahl auf und fordert vom VOR (Verkehrsverbund Ost-Region) und vom Bürgermeister Aufklärung.

Da zu je 44 Prozent das Land NÖ und das Land Wien Eigentümer dieser Gesellschaft seien, sollen „sofortige Gespräche mit den jeweiligen Landeshauptleuten gesucht werden“, fordert Listenchef Stadtrat Jowi Trenner. Schließlich sei die Linie 360 für beide Bundesländer auch von touristischer Bedeutung. Erfolge keine Zusage, kündigt Trenner eine breit angelegte „Unterschriftenaktion zur Weiterführung der Casino-Bus-Linie“ an. Trenner verweist an die letzte Unterschriftenaktion der Bürgerliste zum Erhalt des Badener Hauptpostamtes, die 6.000 Unterstützer hatte.

Von der NÖN auf das Thema angesprochen, stellt VP-Stadtchef Stefan Szirucsek klar: „Es wird weiterhin eine Nachtbusverbindung von Wien nach Baden geben!“ Zwar laufe noch die Ausschreibung, er habe aber erreicht, dass die Linie ab 18 Uhr ausgeschrieben werde und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, erst für die Zeit von 0 bis 3 Uhr. Das wird vom VOR bestätigt. Voraussichtlich im April 2020 sei der Planungs- und Ausschreibungsprozess soweit fortgeschritten, dass es umfassende Informationen dazu gebe, ergänzt VOR-Pressesprecher Georg Huemer.

VOR: „Sorgen sind unbegründet“

Er betont jedenfalls: „Die aktuellen Gerüchte unter Bediensteten bzw. Fahrgäste sind, was die Sorge nach Einschnitten im Gesamtangebot betrifft, unbegründet – möglicherweise heißt die Linie in Zukunft nicht mehr ‚360‘, sondern bekommt eine andere Liniennummer.“

Der VOR habe die Aufgabe und Verantwortung, „den Öffentlichen Verkehr in der Region entsprechend den Mobilitätsbedürfnissen der Fahrgäste weiterzuentwickeln“, erklärt Huemer. „Wir planen eine umfassende Neuordnung des öffentlichen Regionalbusverkehrs und werden dabei auf die sich in den letzten Jahren ergebenden Änderungen in den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen in der Region eingehen.“

Ziel sei es, „ein effizientes und den Ansprüchen der Fahrgäste entsprechendes Gesamtsystem öffentlicher Verkehr weiterzuentwickeln“. Derzeit sei der Vergabeprozess noch nicht abgeschlossen, weshalb es noch keine Details zu einzelnen Linien geben könne. „Ich kann jedoch versichern, dass es auch für Fahrgäste, die heute den ‚Casinobus‘ verwenden, auch in Zukunft ein entsprechendes Angebot geben wird“, sagt Huemer.