Wirbel um Posting in Ebreichsdorf

Walter Donig fühlte sich zu wenig in Zivilschutzagenden eingebunden. Gemeinde wehrt sich gegen politische Vereinnahmung.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:28
Lesezeit: 2 Min
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Das Posting der ÖVP zum Thema Zivilschutz.
Foto: Fotomontage: Lenger

In einer Aussendung wirft Walter Donig, ehemals Aktivist der Bürgerliste und derzeit gerade stellvertretender Stadtparteiobmann der ÖVP Ebreichsdorf, der Stadt Untätigkeit in Sachen Zivilschutz und Blackout-Vorsorge vor. Er postete auch ein Foto auf Facebook mit den Feuerwehr-Kommandanten.

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Donig hat die Rechnung aber ohne die Blaulichtorganisation gemacht: Die Feuerwehr-Kommandanten wehren sich gegen die parteipolitische Einvernahme und auch die politisch Verantwortlichen der Stadtgemeinde Ebreichsdorf sind verwundert: Ein Neujahrs-Gespräch der Freiwilligen Feuerwehren Ebreichsdorf mit Vertretern der Stadtgemeinde in der ersten Jännerwoche hatte ausgerechnet die ÖVP als einzige Partei geschwänzt.

Selbstverständlich sind wir bei den wichtigen Themen Zivilschutz und Blackout-Vorsorge mit den Blaulichtorganisationen, dem Land NÖ und dem Zivilschutzverband im Austausch.“
Bürgermeister Wolfgang Kocevar

Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ, merkt an: „Selbstverständlich sind wir bei den wichtigen Themen Zivilschutz und Blackout-Vorsorge mit den Blaulichtorganisationen, dem Land NÖ und dem Zivilschutzverband im Austausch. Aber wir reden mit den kompetenten und zuständigen Ansprechpartnern.“ Kocevar verweist auf das Arbeitsgespräch mit der FF Ebreichsdorf am 5. Jänner.

„Hier haben wir wichtige Sicherheits- und Vorsorgethemen mit dem zuständigen Finanz-Stadtrat Christian Pusch, leider in Abwesenheit sämtlicher ÖVP-Vertreter, besprochen um sicherzustellen, dass die Feuerwehr auch entsprechend ausgerüstet ist, um die Bevölkerung im Krisenfall zu unterstützen.

Dass auch der Neubau des Feuerwehrhauses Unterwaltersdorf samt Ausrüstung auf Schiene ist, zeigt, dass es in Ebreichsdorf selbstverständlich ist, in die Sicherheit der Bevölkerung und der freiwilligen Helfer zu investieren.“ Weitere Gespräche mit Vertretern der Feuerwehren, engagierten Mitbürgern und Walter Donig seien geplant.

Donig will konstruktiv mitarbeiten

Donig betont, dass er selbstverständlich zur Mitarbeit bereit sei. Ein Telefonat mit dem Stadtchef habe die Unstimmigkeiten bereits aus der Welt geräumt. Donig stellt klar: „Mir geht und ging es ausschließlich um die Erhöhung und Verbesserung der Sicherheitsstruktur in Ebreichsdorf und ich bedanke mich ausdrücklich für das bisherige gute Gespräch in der ersten Runde mit allen Beteiligten.“ Kocevar unterstützt jede Initiative, die einen weiteren Beitrag zu mehr Sicherheit für Ebreichsdorf bedeutet und stellt ausdrücklich fest, „Sicherheit darf nie parteipolitisch besetzt werden!“