ÖVP verliert das zweite Mandat

Erstellt am 04. März 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Landtagswahl / Wahlsonntag wurde zur Zitterpartie. Letztlich konnte zweites Grundmandat aber nicht gehalten werden.
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Von Stefan Jedlicka

BEZIRK BADEN / Die allerersten Sprengelergebnisse, die kurz nach Mittag eintrudelten, hatten noch für vorsichtigen Optimismus im ÖVP-Bezirksbüro gesorgt. Danach wäre sogar ein kleiner Zugewinn möglich gewesen. Doch mit Fortdauer des Nachmittags zeichneten sich auch im Bezirk Verluste für die Volkspartei ab. Das Zittern um das zweite Grundmandat, das nur durch rund 1.000 Stimmen abgesichert war, begann.

Gewinne und Verluste, kein wirklicher Trend

Und es war eine wahre Hochschaubahn der VP-Gefühle. Zu unterschiedlich fielen die Ergebnisse in den Gemeinden des Bezirks aus, kein wirklicher Trend ließ sich ausmachen. Mehrheit in klar SPÖ-dominierten Gemeinden wie Pottenstein oder Mitterndorf, minus 23 Prozent für die SPÖ in Teesdorf, gar 65 Prozent für die Volkspartei in Altenmarkt. Dann aber wieder Rückschläge wie minus zehn Prozent in Heiligenkreuz, minus 14 in Seibersdorf.

Letztlich war es die Bezirkshauptstadt, die alles klar machte. Minus zehn Prozent in Baden: das zweite Mandat im Bezirk war weg. „Wir hätten natürlich gerne mehr zum großartigen Wahlerfolg unseres Landeshauptmanns beigetragen, aber offensichtlich hat die NÖ-Zentrale des Teams Stronach in Baden Wirkung gezeigt“, kommentierte Bürgermeister Kurt Staska das enttäuschende Ergebnis. Entsprechend gedrückte Stimmung herrschte auch im VP-Parteibüro im Batzenhäusl, wo Landtagskandidat Rudi Gehrer zugab: „Es tut natürlich weh, wenn man sich im Vorfeld so sehr engagiert und dann eine solche Niederlage einstecken muss. Aber ich danke trotzdem allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.“

Weil es wenig zu feiern gab, leerte sich das Batzenhäusl dann auch rasch, als das Ergbenis feststand. Trotz allem habe er auch ein „großes lachendes Auge“ angesichts des Landesergebnisses, betonte Staska noch: „Alle gegen einen haben nicht ihr Ziel erreicht.“

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