Freiluftklass am Hauptplatz in Baden. Parents for Future Erstes offene Klassenzimmer informierte, was fairer Kaffee mit Klimagerechtigkeit zu tun hat.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Oktober 2019 (03:51)
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Eine tolle Erfahrung machte die erste offene Klasse bei ihrem Freiluftunterricht mitten am Badener Hauptplatz.
Fussi

Gemeinsam für mehr Klimagerechtigkeit einzutreten, das war das Ziel des ersten offenes Klassenzimmers in Baden, zu dem Gerti Jaksch-Fliegenschnee geladen hatte. Sie ist nicht nur Geschäftsführerin des Weltladens Baden, sondern engagiert sich im Rahmen der Initiative „Parents for Future“ dafür, dass auch Eltern ihren Beitrag dazu leisten, die Erde klimafreundlicher zu machen.

Eine fünfte Klasse aus dem Gymnasium Biondekgasse nahm genau fünf Minuten vor 12 Uhr gespannt am Unterricht in der Freiluftklasse mitten am Hauptplatz teil. Josinta Kabugho, Geschäftsführerin einer Kaffeekooperative aus Uganda, berichtete über die Auswirkungen des Klimawandels in Afrika und über ihren Beitrag, die Klimakrise zu bekämpfen.

Kaffeebauern spüren den Klimawandel

Kabugho berichtete: „Bauern und Bäuerinnen in der Region Kasese stellen fest, dass Trockenperioden länger dauern, Regenfälle werden unverlässlicher. Das wirkt sich auf die Kaffeeblüte aus, auf die Entwicklung der Kaffeekirsche und letztlich auf den Gesamtertrag aus einer Kaffeeparzelle.“ Für Kaffeebauern haben diese scheinbar kleinen Änderungen große Wirkung. „Kaffee macht in Uganda 20 bis 30 Prozent der Exporteinnahmen aus. Das Produkt ist also sehr wichtig für unsere Kleinbauern. Denn sie sind es, die 90 Prozent des ugandischen Kaffees produzieren. Durch den Klimawandel werden die Flächen für den Anbau von Arabica Hochlandkaffee dramatisch zurückgehen“, betonte Kabugho.

Der Klimawandel ist auch in Mexiko angekommen. Für „Coffee for Future“ kommt ein Teil des Kaffees aus Mexiko. Birgit Calix von EZA Fairer Handel: „Die Kaffeebauern haben mir berichtet, dass der Klimawandel das Wetter verändert hat.“

Das erste offene Klassenzimmer war die vierte Aktion der „Parents for Future“-Bewegung in Baden. Sie ermöglicht es den Schülern, ihre Stimme für den Klimaschutz zu erheben.