Kein Platz zum Rasten in Helenentaler Hundefreilaufzone. „wir badener“ fordern Sitzgelegenheit in der Hundefreilaufzone im Helenental. Stadt hält den Zeitpunkt für falsch.

Von Andreas Fussi und Judith Jandrinitsch. Erstellt am 19. November 2020 (03:33)
Heidi Hofbauer (l.), hier mit Hündin Lotti, macht sich für Sitzbänke in dem Bereich der Hundefreilaufzone im Helenental stark. Auch Petra Döhler, hier mit den Hunden Paulchen und Napoleon, unterstützt diese Forderung.
Andreas Fussi

„Baden hat ein Problem, nämlich ein Entscheidungsproblem“, findet Stadträtin Heidi Hofbauer von der Bürgerliste „wir badener“.

Sie bemühe sich seit einiger Zeit, Sitzbänke „im rückwärtigen Bereich der wunderschönen Hundefreilaufzone“ im Helenental Nähe der Eugenvilla zu organisieren. „Mit diesem, meiner Meinung nach kleinen Problem, wollte ich nicht den Gemeinderat bemühen – da lag ich aber falsch“, stellt sie fest.

So einfach gestaltete sich ihr Wunsch nämlich nicht. „Es gibt zwar rasche Entscheidungen, wenn Unsummen für Studien ausgegeben werden, aber zwei Parkbänke sind für manche wirklich ein Problem“, wirft Hofbauer vor. „Nach einem Telefonat im Oktober mit dem Bürgermeister, meinte dieser, diese Angelegenheit sei in Begutachtung“, berichtet sie. An den gewünschten Plätzen sind keine Anrainer, betont Hofbauer. Also könne es auch zu keinen Lärmbelästigungen kommen. Am gegenüberliegenden Ufer seien auch Bänke aufgestellt „Viele jüngere Menschen mit und ohne Hunde stehen oder sitzen am Uferrand, also warum sollen wir Älteren nicht auch eine Sitzmöglichkeit erhalten“, meint Hofbauer.

Die einzige Antwort könne sein: „Dieses Projekt kostet scheinbar zu wenig. Vielleicht sollte man eine Studie um 70.000 Euro und mehr darüber vergeben“, ätzt Hofbauer.

Den Sarkasmus kann Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, nicht verstehen. „Wir werden jetzt nicht während des Lockdowns Parkbänke aufstellen und so die Leute dazu motivieren, darauf Platz zu nehmen, während eigentlich Abstand gehalten werden soll.“

Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grüne ist derselben Meinung: „Es ist sicher kein Problem, nach dem Lockdown zwei Parkbänke aufzustellen. Aber im Sinne der Vermeidung der Ansammlung von Menschen werden wir das jetzt sicher nicht machen.“