Bad Vöslau: Weiter Disput um Hartplatz. Hartplatz im Schlosspark soll als Bewegungsraum für Jugend erhalten bleiben, fordern Jung-NEOS.

Von Markus Wöhrer. Erstellt am 16. Mai 2021 (04:55)
Lucas Laimer (l.), der Bezirkskoordinator der Junos, den jungen liberalen NEOS, mit Erwin Holub und Jenny Lischka, die eine Bürgerinitiative gegen die Parkdeck-Pläne beim Schlosspark-Hartplatz gegründet haben. Auch Laimer wünscht sich eine weitere Belebung des Platzes anstelle einer Parkgarage.
Junos NÖ, Junos NÖ

Das strittige Parkhausprojekt der Liste Flammer emotionalisiert seit Anfang des Jahres einen großen Teil der Bad Vöslauer Gesellschaft. Wie berichtet, ist geplant beim Hartplatz beim Schlosspark ein Parkhaus zu errichten.

Bei der Neuauflage des Raumordnungsplans seien dabei von der absolut regierenden Liste Flammer „über 500 Unterschriften ignoriert und das Vorhaben durchgezogen“ worden, kritisiert Lucas Laimer von den Junos Baden, der Jugendgruppe der NEOS.

„Der Hartplatz ist der ideale Raum für uns Jugendliche unseren sozialen Kontakten nachzukommen und gemeinsam Sport zu betreiben“, ist Laimer überzeugt. Genau diese Bewegungsräume seien in ganz Baden, speziell aber in Bad Vöslau rar. Eine Alternative, der Skaterplatz am Stadtrand, sei für die Jugendlichen schwer zu erreichen und der Schlosspark gelte in Jugendkreisen als beliebter Treffpunkt. „Gerade in der jetzigen Zeit, wo Distance Learning über Monate unseren Alltag bestimmt hat, braucht es Orte für Bewegung“, findet Laimer. Der junge Bezirkskoordinator der NEOS kündigt an, die Bürgerinitiative rund um Erwin Holub und Jenny Lischka tatkräftig zu unterstützen.

Dem entgegnet Bürgermeister Prinz (Liste Flammer) in seiner Stellungnahme: „Das ist nicht das Parkhausprojekt der Liste – auch andere Gemeinderäte sind für die Schaffung von mehr Parkraum im Zentrum und auch an dieser Stelle, ebenso Wirtschaftstreibende, die im Verein Vöwi als auch in der Zentrumsarbeitsgruppe mitarbeiten.“

Der Grund beim Schlosspark stehe im Eigentum der Gemeinde und sei laut Prinz „im Gegensatz zu anderen geprüften Standorten rasch verfügbar“. Der Bürgermeister stellt dazu eines klar: „Die Schaffung von Parkraum ist ein unabdingbarer erster Schritt für die weitere Entwicklung des Zentrums – dies geht auch aus der bereits laufenden Überprüfung des Parkverhaltens in der Kurzparkzone hervor.“ Und er unterstreicht folgendes: „Im Raumordnungsverfahren wurde keine der Stellungnahmen ignoriert. Alles wurde ausführlich geprüft – von externen Fachleuchte und diversen Stellen des Landes – und durch den Gemeinderat einer Entscheidung zugeführt.“