Baden: Konzept hat viele offene Fragen. Wirtschaftskammer will Antworten auf Unklarheiten des beschlossenen Parkraumkonzeps.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 05. August 2021 (04:53)
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WK-Bezirksstellenobmann Peter Bosezky (Mitte), Stellvertreter Sebastian Makoschitz-Weinreich und Leiter Andreas Marquardt machen sich Gedanken über das neue Parkraumkonzept in der Stadt Baden, das ab 19. September gilt. Die Antworten auf ihre Fragen erhoffen sie sich demnächst durch die Badener Stadtregierung.
WK Baden

Wie bereits mehrfach berichtet, wurde kurz vor der Sommerferien im Badener Gemeinderat das neue Parkraumkonzept beschlossen. Dieses hat im Vorfeld zu heftigen Diskussionen geführt. Auch mit dem Beschluss des ab 1. September gültigen neuen Konzepts rumort es. Der Bezirksstelle Baden der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) stellen sich zum Beispiel – wie vielen ihrer Mitgliedsbetriebe – zahlreiche Fragen zur konkreten Umsetzung:

„Wie bereits betont, begrüßt auch die WKNÖ-Bezirksstelle Baden grundsätzlich, dass die Stadtgemeinde Verbesserungen zugunsten der Parksituation als auch der ökologischen Thematik anstrebt“, erklärt Obmann Peter Bosezky. Aber die bisherigen Ankündigungen führen bei vielen Betrieben zu Verunsicherungen, was Details und Auswirkungen anbelange, meint er.

Für Unternehmen sei jedoch Planbarkeit wichtig. Da das Parkraumkonzept schon bald eingeführt werde, brauche es daher laut Bosezky bei wichtigen Eckpunkten rasch Gewissheit. Als Beispiele führt er an:

Wann erfolgt der Neubau des Parkdecks Zentrum Süd? Zu welchem Ergebnis führte die voriges Jahr in Auftrag gegebene Studie zum Parkdeck Römertherme? Welcher zusätzliche Parkraum wird geschaffen? Und wo parkt man während der Bautätigkeiten?“

Welche konkreten Mobilitätsangebote wird es ab September geben, um von außen ins Stadtzentrum zu gelangen?

Wie geht die Gemeinde künftig mit betriebsnotwendigen Fahrzeugen um?

„Die Stadtgemeinde Baden hat das neue Parkraumkonzept äußerst kurzfristig und leider unvollständig kommuniziert“, bemängelt Bosezky. Einfach abzuwarten, wie sich das Konzept in der Praxis auswirke, berge erhebliche Risiken, meint er. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer des wichtigen Wirtschaftsstandortes Baden verdienen sich eine klare Kommunikation!“, appelliert Bosezky an die Badener Stadtregierung und hofft eine Beantwortung der Fragen in Kürze.