Ebreichsdorf: Aus im verflixten 7. Jahr

Erstellt am 28. März 2022 | 05:56
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8308712_bad12jj_ausgetretene_fpoe_gemeinderaeti.jpg
Der im Vorjahr verstorbene ehemalige FPÖ-Parteiobmann Walter Mozelt, Helene Swoboda, Lisa Gubik und der jetzige FPÖ-Parteiobmann von Ebreichsdorf Markus Gubik.
Foto: Thomas Lenger
FPÖ-Gemeinderätin Helene Swoboda aus Partei ausgetreten.
Werbung

FPÖ-Gemeinderätin Helene Swoboda tritt zwar aus ihrer Partei aus, legt ihr Gemeinderatsmandat aber nicht zurück. Damit gibt es jetzt im Ebreichsdorfer Gemeinderat zwei „wilde“ Gemeinderätinnen. Auch die Bürgerlisten-Mandatarin Andrea Körper hat sich nach der Stimmzettel-Affäre samt den damit verbundenen Gerichtsverhandlungen nicht aus der Gemeindepolitik zurückgezogen, sondern hat ihr Mandat behalten.

„Die meisten Werte in der FPÖ stimmen ja, nur die in der Ortspartei Ebreichsdorf nicht!“

Swoboda saß sieben Jahre für die FPÖ im Gemeinderat, über ihre Austrittsgründe sagt sie: „Ich kann mich mit den Werten der Ebreichsdorfer FPÖ-Ortspartei nicht mehr identifizieren. Ich werde nach wie vor als Gemeinderätin tätig sein und lege mein Mandat nicht zurück, weil ich an der Ortspolitik in Ebreichsdorf sehr interessiert bin und auch als ‚wilde‘ Mandatarin einiges beitragen kann.“ Nachsatz: „Die meisten Werte in der FPÖ stimmen ja, nur die in der Ortspartei Ebreichsdorf nicht!“

FPÖ-Stadtrat Markus Gubik meint zum Austritt: „Beim kürzlichen Ortsparteitag habe ich vorgeschlagen, unseren Vorstand zu erweitern und zu verjüngen. Das wurde von allen einstimmig angenommen. Jedoch habe ich am Tag darauf von Frau Swoboda eine E-Mail bekommen, dass sie aus der FPÖ austritt.“ Schade findet er es, dass sie ihr Mandat nicht zurücklegt. In der Vergangenheit habe sie dies bei Parteiaustritten von Mandataren anderer Parteien immer kritisiert.

Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ, wurde von Helene Swoboda telefonisch über ihren Parteiaustritt informiert. „Sie ist selbstverständlich als Gemeinderätin weiterhin zu allen Ausschusssitzungen als Zuhörerin eingeladen. Ihr Mandat in den Ausschüssen und damit das Stimmrecht in denselben, verliert sie. Diese Sitze werden von den anderen FPÖ-Gemeinderäten besetzt“, erläutert der Stadtchef.

Werbung