Parteizeitung empört Oppositionspolitiker. Äußerungen über Grüne und das Betriebsgebiet Ost in Zeitung der „Liste Flammer“ sorgen für dicke Luft im Gemeinderat.

Von Philipp Kienzl. Erstellt am 14. Juli 2014 (09:34)
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NOEN, Symbolbild Bilderbox
„Bürgermeister Prinz kämpft mit unfairen Mitteln“, bekritteln in einer gemeinsamen Aussendung die Oppositionsparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne.

„Sensible ökologische Zusammenhänge werden berücksichtigt“

Stein des Anstoßes sind – einmal mehr – das Betriebsgebiet Ost und die nahe Remise. In der Juni-Ausgabe der Liste-Flammer steht zu lesen: „Die Behauptung der Grünen, die Liste Flammer würde die Remise und die umliegenden Biotope nicht genügend schützen, sind falsch und eine bewusste Lüge. Denn ganz im Gegenteil: Im Masterplan Betriebsgebiet Ost, dem alle Planungen und Neuaufschließungen zugrunde liegen, werden die sensiblen ökologischen Zusammenhänge dieses Gebietes bezüglich Wasserhaushalt und Biotope genau berücksichtigt.“

Eva Mückstein (Grüne) dazu: „Zum wiederholten Mal bezichtigt der Bürgermeister die Grünen der ‚bewussten Lüge‘. Dabei weiß er, was Sache ist. Uns ist klar, dass die Remise nicht selbst verbaut werden soll und wir haben das auch nie behauptet.“

„Die Unterlagen zur Remise waren im Rathaus frei verfügbar“

„Zuletzt wurde den Gemeinderäten verwehrt, die Umweltgutachten für die Remise zu bekommen“, so Peter Gerstner (FPÖ). „Wie ist das mit der stets kommunizierten Transparenz in Einklang zu bringen?“, fragt Karl Lielacher (ÖVP). „Wir fordern mehr Fairness im politischen Umgang“, so Elisabeth Schirk (SPÖ).

„Die Unterlagen zur Remise waren im Rathaus frei verfügbar. Dass sie sich keiner der politischen Mitbewerber angesehen hat, ist erwähnenswert“, sagt Christoph Prinz. Über die Wortwahl in der Listenzeitung könne man hingegen diskutieren, so der Stadtchef.