Umbaupläne abgelehnt. Stadtrat weist Pläne für Umbau an Ecke Karlsgasse/Marchetstraße zurück. Anwalt legte nun Berufung beim neu geschaffenen Landesverwaltungsgericht NÖ ein.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 28. Oktober 2016 (05:50)
NOEN, NÖN
Die ehemalige „Pension Helenental“ am Ende der Marchetstraße an der Ecke Karlsgasse/Kornhäuselstraße.

Wie berichtet, ist die Umwandlung der Pension Helenental in ein Appartementhaus geplant, was jedoch in der Nachbarschaft für Proteste gesorgt hatte und seitens der Stadt in erster Instanz abgelehnt worden war. Der Gemeinderat hatte im Juni eine Bausperre für die Liegenschaft und das in der Nähe befindliche Hotel Eden erlassen, um das Raumordnungsprogramm in Bezug auf Sicherung der bestehenden Tourismusbetriebe zu überprüfen.

Nun hat der Stadtrat die Berufung behandelt und die Umbaupläne erneut abgelehnt. Der vom Bauwerber beauftragte Badener Rechtsanwalt Florian Knotek kündigt im Gespräch mit der NÖN an, das nächste Rechtsmittel zu ergreifen: Er habe sich an das Landesverwaltungsgericht NÖ gewandt. „Dann warten wir ab, ob das Gericht einer anderen Meinung ist als der Stadtrat.“ Die erlassene Bausperre habe laut Knotek das Projekt nicht berührt, da es vor dem Gemeinderatsbeschluss eingereicht worden war.

Wohnanlage mit 22 Appartements

Baustadtrat Rudolf Gehrer, ÖVP, möchte aufgrund des laufenden Verfahrens keine Angaben zum Fall machen. Die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts werde aber mit Spannung erwartet. Da diese Instanz erst 2014 eingeführt wurde, gebe es noch kaum vergleichbare Urteile, meint Gehrer. Niederösterreichische Bürger und Unternehmen haben damit die Möglichkeit, gegen behördliche Entscheidungen Beschwerde zu erheben.

Hintergrund: Ein russischer Investor möchte aus der ehemaligen Pension mit 33 Zimmern eine Wohnanlage mit 22 Appartements machen. Sollten die Umbaupläne scheitern, würde als Alternative die Umwandlung in ein Asylheim geprüft werden.