Coronavirus bringt Künstler an den Existenz-Rand. Das Coronavirus bringt Musiker und Menschen, die öffentlich auftreten, in prekäre Situation, erklärt Markus Geiselhart.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 26. März 2020 (04:14)
Markus Geiselhart mit Spezialposaune vor der Einödhöhle in Pfaffstätten im Vorjahr.
H.Fuhrmann

Profi-Musiker Markus Geiselhart, Bandleader in vielen Big Bands, war im Vorjahr maßgeblich am Erfolg des Kulturpfads „Folge den Tönen“ verantwortlich. Als studierter Jazz-Posaunist unterrichtet er an der Musikuniversität in Wien und hat so ein finanziell abgesichertes Standbein auch in Krisenzeiten, im Gegensatz zu vielen Musikerkollegen, die von Aufträgen leben. Er erklärt: „Viele Musiker hängen komplett in der Luft. Sie haben vielleicht Rücklagen für einen Monat, ab dann wird es kritisch.“

Zwar kam von der AKM (Autoren, Komponisten, Musikverleger) die Info, dass es einen Hilfsfonds für Mitglieder geben werde. „Aber davon profitieren eigentlich nur die Komponisten, aber nicht jene, die die Musik zur Aufführung bringen.“ Die Situation sei auch „heftig für alle Jazz-Clubs. Ob diese überleben werden, hängt davon ab, wie lange die Krise dauert“, plädiert Geiselhart für Unterstützung des Musik-Business.