"Kahlschlag" für die Verkehrssicherheit. Der „Kahlschlag“ zwischen Einöde Richtung Gaaden hatte einen Grund: Die Verkehrssicherheit war gefährdet.

Von Judith Jandrinitsch und Christoph Dworak. Erstellt am 07. April 2021 (01:55)
Symbolbild
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Die Schneise, die im Wald entlang der L4010 zwischen Einöde und Gaaden geschlagen wurde, sorgt für Verwunderung und Aufregung.
„Das ausnehmend schöne Tal ist jetzt nicht mehr wiederzuerkennen“, war eine der Meldungen, die die NÖN erreichten.

Fakt ist: Die Fällungen fanden ausschließlich auf Privatgrund statt, konkret in der Forst- und Revierverwaltung „Gut Waldhof“.

Die Straßenmeisterei Baden und Pfaffstättens Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, sind über die Baumfällungen allerdings nicht unglücklich: „Unsere Freiwillige Feuerwehr hat bei Sturmschäden sehr oft dorthin ausrücken müssen. Es gab sehr viel Totholz neben der Straße, und das ist im Sinne der Verkehrssicherheit natürlich gefährlich“, lässt Kainz nicht unerwähnt. Andreas Dorninger von der Straßenmeisterei Baden erklärt: „Es gibt einen Fachmann, der den Zustand der Bäume neben den Straßen in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Dieser hat festgestellt, dass viele der Bäume neben der L4010 in einem gefährlichen Zustand sind. Wir haben den Grundbesitzer darauf aufmerksam gemacht, dass er, wenn die Schäden bekannt und dokumentiert sind, im Fall des Falles haftbar gemacht werden kann. Ich persönlich bin froh, dass die Bäume weg sind.“ Revierbesitzer Thomas Fröschl habe jedenfalls „vorbildlich gehandelt“ und eine Firma beauftragt, die die Baumfällungen professionell durchgeführt hat. Außerdem seien solche Arbeiten nur in den Wintermonaten durchführbar. Die Straße war auf Dauer der Arbeiten von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, gesperrt, auch diese Kosten hat Fröschl übernommen.

Der Waldbesitzer versteht die Aufregung nicht. „Ich habe umgehend auf den Brief der Straßenmeisterei reagiert und die Schlägerungen vornehmen lassen, damit niemand gefährdet wird und ich als Grundeigentümer aus der Haftung bin.“ Die Aktion sei mit der Bezirkshauptmannschaft und dem Bezirksförster akkordiert gewesen, sei nicht aus Jux und Tollerei erfolgt und „hat mich sehr viel Geld gekostet“.