Gemeinde will "Höhsl Haus" kaufen. Das gleich an das Rathaus angrenzende „Höhsl Haus“ sei laut Kainz eine „Jahrhundertchance“ für Gemeinde.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 30. März 2019 (03:41)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7528926_bad13jj_hoehsl_haus.jpg
Soll bald eine logische Ergänzung zum Rathaus und zum Ortszentrum werden: das Höhsl-Haus gleich neben dem Rathaus.
J

Das sparsame Wirtschaften der Gemeinde macht es möglich, dass im Gemeinderat über den Kauf des sogenannten „Höhsl Hauses“, im Privatbesitz der Nachfahren des ehemaligen Bürgermeisters Johann Höhsl, abgestimmt wird.

Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, ist aber sehr optimistisch, was den Kauf anbelangt: „Ich habe sehr konstruktive Gespräche mit der Familie geführt. Es handelt sich dabei eigentlich um zwei Liegenschaften, die sich optisch aber wie eine darstellen. Wir haben im Vorjahr einen Sollüberschuss von 436.000 Euro erwirtschaftet. Wir werden in der Sitzung nicht nur den Rechnungsabschluss beschließen, sondern auch den Nachtragsvoranschlag, um den Grundstücksankauf zu budgetieren und damit auf den Weg zu bringen.“

Rund 300.000 Euro vom Überschuss sollen als Basis für den Grundstücksankauf dem außerordentlichen Haushalt zugeführt werden, dazu kommt noch eine Darlehensaufnahme von 800.000 Euro.

Kainz hat auch schon konkrete Vorstellungen, was aus dem Haus werden soll. „Unser allgemeinmedizinische Gruppenpraxis ist in einer Ordination untergebracht, die nicht mehr zeitgemäß ist. Eine barrierefreie, moderne Arztpraxis steht als Idee daher oben auf der Prioritätenliste“, sagt Kainz.

Grüne, FPÖ & SPÖ sehen Kaufabsicht positiv an

Auch die anderen Parteien stehen einer Kaufabsicht positiv gegenüber. Werner Nowak von den Grünen erklärt: „Auf dem Grundstück sollen Projekte entstehen, die der Gemeinschaft förderlich sein sollen. Sehr gut vorstellbar sind ein Ärztezentrum, junges Wohnen oder die Erweiterung des Gemeindezentrums. Wir sind allerdings dafür, dass man bei einer Folgenutzung Schritt für Schritt vorgeht.“

Etwas vorsichtiger zeigt sich die FPÖ. Gemeinderat Andreas Stupka betont: „Mit dem Hausankauf selbst haben wir kein Problem. Es ist immer gut als Gemeinde, wenn man sich Erweiterungsmöglichkeiten schafft. Die Frage ist allerdings, was will man dann auf dem Grund errichten? Das muss man unserer Meinung nach noch bereden.“ SPÖ-Gemeinderat Marcus Ebert steht voll hinter dem Ankauf des Höhsl-Hauses.

„Wir haben absolut keine Bedenken. Es ist höchst an der Zeit, eine barrierefreie Arztpraxis zu errichten. Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister weiß ich, dass es Pläne in diese Richtung gibt. Das sind Dinge, wo man gar nicht dagegen sein kann“, betont Ebert.