Opa, erzähl mir von früher. Peter Meissner will aussterbende Begriffe für die Enkerlgeneration wieder anschaulich machen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. April 2019 (05:59)
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Peter Meissner zuhause in seinem Arbeitszimmer in Pfaffstätten, wo auch sein neues Buch im Entstehen ist. Hier hat er jene Langspielplatte in den Händen, aufgenommen 1976, auf der auch die Hit-Single „Mit dir“ erstmals veröffentlicht 1975, zu hören ist.
Jandrinitsch

Die Stimme von Peter Meissner kennt jeder, der regelmäßig die Sendungen auf Radio Niederösterreich wie „Melodie und Nostalgie“ oder „Niederösterreichisch für Fortgeschrittene“ gehört hat.

Seit Oktober vorigen Jahres ist der Radiomoderator zwar in Pension, widmet sich als Liedermacher, Kabarettist und Buchautor aber weiterhin seinen zahlreichen Projekten.

Eines davon ist das neue Buch „Opa, erzähl mir von früher“, in dem der gebürtige Badener die Zeit seiner Kindheit, die 1950er und 1960er Jahre, wieder lebendig werden lässt. Denn der in Pfaffstätten lebende Künstler hat festgestellt: „Die Jungen können mit vielen Begriffen gar nichts mehr anfangen. Mit Dialektwörtern nicht, und auch nicht mit Alltagsgegenständen, die in den 1950er und 1960er Jahren en vogue waren. Das ist eine Welt, die verschwindet, ich möchte meinen Beitrag leisten, damit sie nicht ganz untergeht.“

Zum Inhalt sagt Meissner: „Ich möchte in diesem Werk meinen Enkelkindern die Welt meiner Kindheit beschreiben. Da geht es um das Wort Kracherl genauso wie um das Ereignis Kinowochenschau, die Funktionsweise einer Musicbox oder das Schwingen des Hula Hopps Reifens.“

Bitte um nostalgische Gegenstände

Meissner möchte die in seinem Buch vorgestellten Alltagsgegenstände auch mit Fotos dokumentieren, und hier ist die Mithilfe der Pfaffstättnerinnen und Pfaffstättner gefragt: „Es ist schwierig, von gewissen Dingen Fotografien zu bekommen. Es wäre toll, wenn jemand noch interessante Gebrauchsgegenstände aus dieser Zeit bei sich zuhause hat und bereit ist, mir mit Fotos auszuhelfen, oder mit erlaubt, selbst ein Foto zu machen.“

Meissner war stets mehr als „nur“ ein Moderator. Immer wieder tritt er mit seinen Liedern in Pfaffstätten auf, „am liebsten sind mir Konzerte in einem kleinen Rahmen, wo ich den Kontakt zum Publikum wirklich spüren kann.“

Entdeckt wird sein Talent 1974 in der OFR-Castingshow „Showchance“ von Evamaria Kaiser. Er hat es als einer der wenigen Künstler verstanden, seine technische Begabung – Meissner ist studierter Maschinenbauer – mit seinem künstlerischen Talent zu vereinbaren.

Wer Peter Meissner helfen will, kontaktiert ihn unter: meissner.pm@gmail.com