Pfaffstätten

Erstellt am 12. Januar 2019, 05:14

von Philipp Grabner

Viele Unfälle: Gefährliche Strecke sorgt für Bauchweh. Anrainer fordern zum Handeln auf. Bürgermeister und Bezirkshauptfrau versprechen, Verkehrsverhandlung anzuberaumen.

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Dringenden Handlungsbedarf orten die beiden Pfaffstättner Katharina und Manfred Schmiedecker, was die Landesstraße L 151, die Gumpoldskirchen und Pfaffstätten verbindet, betrifft. Bereits mehrmals ist es auf der sogenannten „Weinbergstraße“ zu Unfällen gekommen – „zuletzt am 8. Dezember, wobei ein Großaufgebot an Feuerwehr, Polizei und Rettung die Bergung durchführte“, wie die beiden in einem offenen Brief, den sie auch an die NÖN schickten, beschreiben.

Das kurvige und unübersichtliche Straßenstück sorge immer wieder dafür, dass kritische Situationen durch hohe Geschwindigkeiten, fahrlässige Überholmanöver oder ähnliches entstehen würden. Weshalb die Pfaffstättner fordern: „Hier braucht es Geschwindigkeitsbeschränkung, Überholverbot und Sperrlinien!“

In dem offenen Brief führen die beiden auch eine Unfallstatistik an – und erwähnen etwa den 13. August, an dem es zu einem Unfall mit einem Todesopfer kam. Wie NÖN.at damals berichtete, verunglückte ein Motorradfahrer aus Mödling bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw.

„Wir werden eine Verkehrsverhandlung unter Beiziehung eines Amtssachverständigen für Verkehrstechnik anberaumen.“ BH-Chefin Verena Sonnleitner.

Pfaffstättens ÖVP-Bürgermeister, Landtagsabgeordnetem Christoph Kainz ist die Situation dort bekannt, nicht zuletzt auch, weil er selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist: „In den letzten Jahren gab es immer wieder Verhandlungen mit der BH Baden, dem Amtssachverständigen für Verkehr und der Exekutive zu dem Thema. Ich werde die BH Baden, Sachgebiet Verkehr, um eine neuerliche Verhandlung zu diesem Thema ersuchen“, erklärt Kainz.

Badens Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner erklärt auf NÖN-Anfrage, dass der betroffene Straßenabschnitt letzmalig 2006 als „Unfallhäufungsstelle“ (Definition laut Kuratorium für Verkehrssicherheit) ausgewiesen worden sei. „Zur besseren Erkennbarkeit des kurvenreichen Verlaufes wurden Leitwinkeln aufgestellt und Maßnahmen für die Erhöhung der Griffigkeit gesetzt. Seither wurde der dieser Streckenabschnitt vom KfV nicht mehr als unfallträchtige Straße definiert bzw. ausgewiesen.“ Sonnleitner verspricht, eine Verkehrsverhandlung vor Ort anzuberaumen, wie sie der NÖN in einem Statement schreibt.