Aufregung um gestelltes Hinrichtungsvideo. Polizei ermittelt nach gestelltem Hinrichtungsvideo im Schlosspark

Von Thomas Lenger. Update am 27. November 2020 (11:00)
Symbolbild
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Ein Video, das sechs junge Asylwerber aus Pottendorf am Tag nach dem Terroranschlag von Wien im Pottendorfer Schlosspark gedreht haben, sorgte für Aufregung. Laut Medienberichten sollen die Jugendlichen von Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner bei den Dreharbeiten beobachtet worden sein.

„Ich wurde am 3. November telefonisch darüber verständigt, dass im Schlosspark Jugendliche eine Art Hinrichtungsvideo drehen“, so der Bürgermeister auf Anfrage der NÖN.

„Da ich gerade in der Nähe war, bin ich sofort hingefahren und habe die Jugendlichen angetroffen. Dabei haben sie zwar mit ihren Handys hantiert, aber sehen, dass sie ein solches Video gedreht haben, konnte ich nicht“, so der Bürgermeister. Anschießend haben die Jugendlichen den Schlosspark in Richtung ihrer Unterkunft verlassen. Kurz danach ist auch die Polizei, die von einer anderen Person verständigt wurde,  im Schlosspark eingetroffen. „Ich habe dann die Beamten informiert, wo sie die Jugendlichen antreffen können“, berichtet der Bürgermeister.

Video wird analysiert

Der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Roland Scherscher bestätigt gegenüber der NÖN den Vorfall mit sechs jugendlichen Asylwerbern. „Das Video wurde von der Polizei gesichert und wird derzeit übersetzt. Anschließend werden die Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft übermittelt, diese wird dann die strafrechtliche Beurteilung übernehmen“, so der Chef des LVT.

Sofort nach Bekanntwerden des Videos gab es in der Unterkunft intensive Gespräche und die Jugendlichen sollen einsichtig gewesen sein und das Videos sofort gelöscht haben.