Helfer wurden bei Einsatz beschimpft. Fälle von wüsten Beschimpfungen an die Unfallhelfer häufen sich. So geschehen leider auch unlängst in Pottendorf.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 23. November 2018 (04:55)
An dieser Stelle konnte es so manchem Lenker nicht rasch genug gehen.
FF Pottendorf

Sie sind immer da, wenn Hilfe benötigt wird. Die vielen freiwilligen Helfer der Rettungsorganisationen und Feuerwehren. Ehrenamtlich riskieren sie tagtäglich ihre Gesundheit und investieren ihre Freizeit, um anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. Wenn sie sich dann dafür beschimpfen lassen müssen und von rücksichtslosen Autofahrern gefährdet werden, geht denen das eindeutig zu weit...

So passiert am vorletzten Wochenende auf der B60 in Pottendorf. Die Feuerwehren aus Pottendorf und Weigelsdorf wurden mit Sirenensignal zu einer „Menschenrettung nach Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ auf die B60 alarmiert. Dort kollidierte ein Lastwagen mit einem Pkw, der zur Seite geschleudert worden war. Zum Glück konnte der Fahrzeuglenker bereits mit Ersthelfern aus dem Fahrzeug befreit werden und wurde von den alarmierten Sanitätern und dem Notarzt versorgt.

„Unsere Aufgabe war es nun, das Unfallfahrzeug zu bergen und die Fahrbahn zu reinigen“, so Einsatzleiter Adolf Pfingstl, Kommandant der Pottendorfer Florianis.

Florianis wurden bei Einsatz beschimpft

„Allerdings ist mir das Verhalten so mancher Verkehrsteilnehmer ein absolutes Rätsel. Denn trotz der Straßensperre sowie der ordnungsgemäßen Absicherung der Einsatzstelle fuhren einige Lenker mehrmals mit weit überhöhter Geschwindigkeit bis an die Einsatzstelle vor, schimpften wüst aus ihren Fahrzeugen und wollten die Absperrung unbedingt durchfahren, wobei sie mit dieser sinnlosen Aktion die Einsatzkräfte erheblich gefährdeten“, ärgert sich der Einsatzleiter über das Verhalten einiger Fahrzeuglenker.

„Wir helfen gerne unentgeltlich und es ist für uns eine Berufung, anderen Menschen in Not zu helfen. Doch leider müssen wir uns immer wieder durch rücksichtslose Fahrzeuglenker beschimpfen und in Gefahr bringen lassen. Das kann doch nicht sein“, so Adolf Pfingstl sichtlich erbost.