Urgestein Rudolf Slavik verstorben. Rudolf Slavik war als Journalist der „Rundschau“ eine wahre Institution im Triestingtal. Nun ging er im 89. Lebensjahr für immer.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 20. November 2019 (03:26)
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Das Pottensteiner Urgestein Rudolf Slavik verstarb im 89. Lebensjahr, Im Bild: Slavik bei der Verleihung der Henry Dunant-Medaille neben dem Bildnis des Rot-Kreuz-Gründers.
Holzinger.Presse

Rudolf Slavik wurde als einziges Kind am 21. Jänner 1931 in eine Arbeiterfamilie in Pottenstein geboren. Schon in jungen Jahren kämpfte er für eine Verbesserung der Arbeitswelt.

Als ihm die Redaktion der „Rundschau“ angetragen wurde, nahm er die Herausforderung an. Als Autodidakt verfasste er unzählige Artikel und so wurde die Zeitung zu einem wichtigen Printmedium im Bezirk Baden.

Wichtig war ihm aber auch stets die Arbeit im Pottenteiner Gemeinderat. In den 39 Jahren seiner Tätigkeit regte er viele Verbesserungen für die Mitbürger an.

Pröll: „Du bist mir mei liabster Kommunist“

Rudi Slavik war ein Anhänger der eurokommunistischen Partei und wurde deshalb sogar vom damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll, als er Salvik die Gedenkmedaille des Landes Niederösterreich verlieh, scherzhaft mit den Worten „Du bist mei liabster Kommunist“ tituliert.

Auch die Marktgemeinde Pottenstein verlieh Rudolf Slavik den silbernen Ehrenring des Ortes.

Trotz seines hohen Arbeitspensums stand die Familie mit Gattin Gerti, den Kindern, Enkeln und Urenkelin stets an erster Stelle. Mit seiner Frau gründete er die Volkstanzgruppe, half bei der Rettung in St. Veit, wanderte mit den Naturfreunden und liebte das Schwammerl suchen mit Freunden.

Das Begräbnis von Rudolf Slavik fand am vergangenen Mittwoch, 13. November, in Pottenstein statt.