"Hob I Raum" als Wohnzimmer der Künstler in Bad Vöslau

Aktualisiert am 13. März 2020 | 15:43
Lesezeit: 3 Min
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Petra und Stefan Reicher haben im April Dominik Landolt und KRAUT zu Gast. Ende April feiert man den International Jazz-Day.
Foto: Weber
Der Hob I Raum in Bad Vöslau bietet in den kommenden Monaten wieder ein vielseitiges Programm.
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Update: Alle Veranstaltungen bis Ende April abgesagt

Aufgrund einer Vielzahl von Absagen, sowohl von Gästen, die bereits reserviert hatten, als auch von Künstlern, haben sich die Verantwortlichen im HOBiRAUM entschieden, alle Veranstaltungen bis Ende März abzusagen.

Da aber alle öffentlichen (Gemeinde-)Veranstaltungen in Bad Vöslau bis Ende April abgesagt wurden, sahen sie sich auch gezwungen, die Feier zum International Jazz Day (30. April) fix abzusagen. Bereits einbezahlte Eintritte werden per Überweisung zeitnah rückerstattet, heißt es.

Wir hatten berichtet:

Nach rund 40 Veranstaltungen zwischen September und Dezember 2019 freuen sich Petra und Stefan Reicher auch im ersten Halbjahr 2020 auf ein kulturell abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm im Hob I Raum.

„Wir haben im Herbst ein tolles Programm im Angebot gehabt, wie den Konzerten aber auch Kabaretts“, erzählt Petra Reicher. Es ist aber nicht nur die Vielfalt des Programmes, sondern es wurde im vergangenen Sommer auch in die Infrastruktur investiert, um den Künstlern optimale Bedingungen und dem Publikum ein möglichst angenehmes Umfeld zu bieten. „Die Bühne wurde erhöht, ein Subwoofer (Anm.: Lautsprecher, der die Töne in tiefen Frequenzen verstärkt) eingebaut und ein kleiner Backstage-Bereich mit direktem Zugang zur Bühne geschaffen. Im Außenbereich steht ein großer Schirm, der die Besucher bei schlechtem Wetter vor dem Regen schützt“ erklärt Stefan Reicher.

Programmheft in neuem Format gedruckt

Mit Jahresbeginn wurde das Format des Programmhefts umgestellt. In dem A5-Format werden alle Veranstaltungen eines Halbjahres zusammengefasst. „Damit entsteht mehr Raum für Beschreibungen der Veranstaltungen und Künstler. Wir möchten die Leute motivieren, sich auf Künstler einzulassen, die sie noch nicht kennen“, erklärt Petra Reicher. Ein weiterer Vorteil ist, dass man langfristig planen könne.

Stolz ist man auch auf die steigenden Besucherzahlen aus der Region und Wien. Auch die auftretenden Künstler wissen das Ambiente und die Betreuung zu schätzen. „Wir haben uns soweit etabliert, dass viele auch sagen, dass man bei uns gespielt haben muss“, schmunzelt Stefan Reicher. Manche Künstlergruppen wie das Kabarett-Duo „BlöZinger“ suchen sich zum Beispiel aus, wo sie spielen. „Sie kommen hierher und haben Spaß“, freut sich Petra Reicher. Daher gibt es auch für 2021 eine Zusage.

Ein Schwerpunkt des Programms ist es weiterhin, Jazz- Veranstaltungen eine Bühne zu bieten. „Wir wollen zeigen, dass Jazz nicht nur Musik für die ältere Generation sein muss, sondern auch tanzbar sein kann und in moderne Formate für jüngere Leute wie Clubbings passt“, erzählt Petra Reicher. „Als Künstler sehe ich das sehr positiv. Hier ist nicht nur Raum für etablierte Bands, sondern man schätzt auch neue Ideen und junge Künstler“, schwärmt Dominik Landolt, der mit seiner Formation KRAUT am 18. April ein Jazz/Funk-Clubbing veranstaltet.

Ein weiterer Höhepunkt folgt dann am 30. April, wenn der „International Jazz Day“ gefeiert wird. Die Programmplanung für das zweite Halbjahr 2020 sind abgeschlossen. Ein Highlight wird ATTWENGER sein.

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