Projekt „Paris-Baden“ gewinnt

Das Projekt „Paris-Baden“ aus der Klimamodellregion Baden wurde bei der Ehrung nachhaltiger Bildungsprojekte 2021 in der Kategorie „Transformation“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Das ist großer Erfolg für das Team des Klima- und Energiereferats der Stadtgemeinde Baden. Insgesamt 110 Projekte wurden eingereicht.

Erstellt am 12. November 2021 | 14:32
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Das stolze Präsentationsteam zum Projekt „Paris-Baden“ aus der Klimamodellregion Baden mit Vertretern der Jury: Von Links Karin Hartmeyer (Jury), Jasmine Bachmann, Gerfried Koch, Hemma, Florentin, Sabrina Peer, Alexandra Zederbauer und Peter Iwaniewicz.
Foto: Sacha Gillen

In der Wiener Urania wurde gestern Abend der Zukunft eine Bühne geboten. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) hat gemeinsam mit dem Forum Umweltbildung im Umweltdachverband zum 5. Mal Bildungsprojekte in verschiedenen Bereichen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vor den Vorhang geholt und ausgezeichnet. Das Badener Projekt „Paris-Baden, 20 Familien testen das Klimaschutzabkommen“ war eines der drei prämierten Projekte. 

Dieses Jahr wurde erstmals in neuen Projektkategorien nach außergewöhnlichen Ideen gesucht, die sich durch ein hohes Kooperationsvermögen auszeichnen, zur Auseinandersetzung mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen mobilisieren oder zur umfassenden Transformation unserer Gesellschaft beitragen. 

„Die heutige Auszeichnung von Projekten aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Teil der nötigen Anstrengungen, um dem Klimawandel entschlossen entgegenzutreten“, würdigte Bundesministerin für Klimaschutz Leonore Gewessler in einer Videobotschaft  die Initiative und die Vorbildprojekte. 

In der Kategorie Transformieren gewann das Projekt "Paris-Baden" 

Dabei haben sich heuer im Mai 20 Badener Familien gefunden und machten den Praxistest: Sie haben mit Unterstützung des Klima- und Energiereferates ausprobiert, ob die Klimaziele von Paris auch schon 2021 im Badener Alltag erreichbar sind. Sie fuhren mit dem Lastenrad, probierten das bea-Carsharing, konnten ein E-Auto nutzen, haben einen Energieberater des Landes NÖ ins Haus geholt, kochten auch vegan, kauften regionale und biologische Lebensmittel ein, veränderten ihre Urlaubsplanung und tauchten so in die Welt eines klimafreundlichen Alltags ein. Im Rahmen der vierwöchigen Praxistestphase konnten die Teilnehmer via der APP www.eingutertag.org ihre Treibhausgasemissionswerte laufend reduzieren und kamen dem Klimaziel von Paris schon sehr nahe.  

Das Fazit damals: Mit gezielten Änderungen im Alltag und entsprechenden Rahmenbedingungen ist es durchaus möglich, dem Klimaziel nahe zu kommen. Jedoch könne dies nur gemeinsam gelingen. Für Einzelpersonen werde es nicht möglich sein, das Klima zu rette - es benötig schon einen gemeinsamen gesellschaftlichen Umdenkprozess.

Humorvoller und inhaltsreicher „Projekt-Slam“ begeisterte Jury

Bereits im Frühjahr 2021 wurden gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz neun Finalistenteams unter 110 Projekteinreichungen aus ganz Österreich ausgewählt. In der Live-Präsentation am Abend der Veranstaltung konnten sich schließlich drei innovative Projekte aus Wien und Niederösterreich in ihren jeweiligen Kategorien durchsetzen. Die Vertreter des Projekts „Paris-Baden“ haben die Jury und das Publikum mit ihrem humorvollem und inhaltsreichem „Projekt-Slam“ begeistert. Die Auswahl der Gewinner der BNE-Auszeichnung ergab sich aus einer öffentlichen Onlineabstimmung und einer Jurybewertung der Projektauftritte sowie der eingereichten Projektvideos nach formalen und inhaltlichen BNE-Kriterien. 

Die weiteren Gewinner

In der Kategorie Kooperieren siegte "Klimabildung For Future": https://aeccbio.univie.ac.at/klimabildung/

In der Kategorie Mobilisieren lautet der Gewinner Kolibri - Danachda - Bildung für Nachhaltigkeit: https://www.instagram.com/danachda/

Die Jury setzte sich aus Vertreten des Bildungs- und Nachhaltigkeitsbereiches zusammen:

  • Peter Iwaniewicz – Stv. Leitung Abteilung V/9 – Nachhaltige Entwicklung und Bewusstseinsbildung, BMK
  • Serafin Gröbner  - Referent Abteilung V/9 – Nachhaltige Entwicklung und Bewusstseinsbildung, BMK
  • Karin Hartmeyer – Stv. Geschäftsführerin des Umweltdachverband
  • Monika Kalcsics – Ö1 Reparatur der Zukunft
  • Helga Mayr – Professorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung, PH TirolSabrina Prochaska – Vorsitzende der Bundesjugendvertretung Österreich
  • Katharina Rogenhofer – Autorin, Klimaaktivistin und Sprecherin des österreichischen Klimavolksbegehrens
  • Thomas Weber – Herausgeber der Zeitschrift biorama
  • Walpurga Weiß - Geschäftsführerin Forum Umweltbildung