Juwelier-Einbruch mit Axt vor Gericht. Vorbestrafter Ungar mit Einreiseverbot soll bei Juwelier eingebrochen sein. Vertagt, da Überwachungsvideo ausgewertet wird.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 14. August 2019 (16:00)
Von Artie Medvedev, Shutterstock.com
Symbolbild

 Ein mehrfach einschlägig vorbestrafter Ungar, 61, steht derzeit wegen eines Einbruchsdiebstahls am 30. März bei einem Juwelier in Baden vor Gericht. Er soll dort, laut Staatsanwaltschaft, Uhren und Schmuck im Wert von etwa 8.000 Euro gestohlen haben.

Der Angeklagte bekannte sich „nicht schuldig“. Nun wurden im nahegelegenen Park die Verpackungen der Schmuckstücke gemeinsam mit einer Axt, mit der die Tür aufgebrochen und auch die Glasscheiben der Vitrinen zerschlagen worden sein dürften, und zwei Bierdosen mit seiner DNA gefunden.

Tasche mit Axt und Bier sei gestohlen worden

Seine Erklärung: „Mir wurde am Tag zuvor in Sopron meine Tasche gestohlen. Darin war die Axt sowie zwei Bierdosen.“ Auf die Frage der Richterin, ob er immer geöffnete Bierdosen in seiner Tasche habe, sagte er aus, dass diese Umhängetasche dafür ein eigenes Fach habe.

Es gibt ein Einreiseverbot nach Österreich für den Mann, er gab aber zu, trotzdem hier gewesen zu sein. Er habe seine Lebensgefährtin in Wiener Neustadt abgeholt, weil der das Geld auf der Rückreise aus Deutschland ausgegangen sei. „Wir wollten mit dem nächsten Zug nach Ungarn fahren, aber da kam schon die Polizei.“

Am Überwachungsvideo aus dem Juweliergeschäft ist wenig zu erkennen. Jetzt sollen Spezialisten der Polizei versuchen, die Qualität zu verbessern. Der Prozess wurde deshalb vertagt.