Süchtiger Pfaffstättner legte in zwei Zügen Feuer. 30-jähriger Pfaffstättner zündelte zweimal im Waggon und bedrohte auch die Zugführerin.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. August 2020 (05:33)
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APA (Symbolbild)

Ein 30-jähriger Pfaffstättner hat laut Zeugen im März gleich zweimal versucht, in Zügen Toiletten und Abteile anzuzünden. Jetzt steht er vor Gericht. Beim ersten Vergehen hat er im Zug von Payerbach nach Wiener Neustadt in der Toilette versucht, den Klo deckel anzuzünden und mit Tritten die Kabine zu zerstören.

Wenige Tage später, am 31. März, hat er in einem Zug von Wiener Neustadt nach Wien zuerst eine Toilette verwüstet – Fenster plus Rahmen aus der Wand geschlagen, den Boden unter Wasser gesetzt, Spiegel zerbrochen – und danach die Zugführerin, die ihn zur Rede stellte, bedroht. Die Zeugin vor Gericht: „Er hat mich wüst beschimpft und gesagt, dass er mich und meine Mutter umbringen wird.“ Die Zugführerin hat sich daraufhin mit dem einzigen Fahrgast im Führerstand verbarrikadiert und die Polizei gerufen. „Er hat versucht, die Tür aufzubrechen, dann hat er Steine gegen den Zug geworfen und ich sah immer wieder Funken, weil er mit dem Feuerzeug hantierte. Ich hatte Sorge, dass er den Zug anzündet.“

Die waren berechtigt, denn als die Polizei kam und die Waggons kontrollierte, fand man im Zugbegleiterabteil ein Feuer vor, dass der Angeklagte mit Papier und einem Erste-Hilfe-Kit auf dem Sitz gelegt hatte. In beiden Fällen lief der Mann nach der Tat über die Gleise weg. Der 30-Jährige gab an, komplett unter Drogen gewesen zu sein und auch Bier getrunken zu haben und sich an nichts zu erinnern. Ein psychiatrisches Gutachten wird nun eingeholt.