Aufregung um 600 geschächtete Schafe

Erstellt am 05. August 2020 | 07:05
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Die Ausgabestelle beim Lämmerhof in Reisenberg.
Foto: Lenger
Behörden hatten keine Beanstandungen bei angemeldeter Schächtung in Reisenberg von mehreren hundert Schafen. Ortschef war mit dabei.
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In einer Schlachtanlage in Reisenberg fand am 1. August anlässlich des Kurbanfestes eine rituelle Schlachtung von mehreren hundert Schafen statt. Das bestätigte gegenüber der NÖN auch Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner. „Rituelle Schlachtungen sind in Österreich nach dem Tierschutzgesetz unter Einhaltung von Auflagen, die die Behörde vorschreibt und auch kontrolliert, erlaubt“, so die Bezirkshauptfrau.

„Es gab keine Gründe zur Beanstandung, der Amtstierarzt der BH Baden hat diesen Betrieb insgesamt viermal überprüft“, betont Sonnleitner.

Reisenbergs SPÖ-Bürgermeister Josef Sam war bei der Schächtung persönlich vor Ort. „Der Betrieb führt diese Schächtungen bereits seit mehreren Jahren durch und es gab bisher noch nie Problem. Es wurden zwischen 600 und 700 Schafe geschächtet“, so der Ortschef. Einziges Problem war, dass zahlreiche Besucher den Parkplatz des örtlichen Nahversorgers nutzten und so keine Parkflächen mehr für seine Kunden zur Verfügung standen, berichtet der Bürgermeister. „Ich habe daraufhin persönlich die falsch Parkenden vom Parkplatz weggeschickt“, so der Ortschef.

In Österreich ist Schächten derzeit laut dem Tierschutzgesetz des Bundes, das von den Ländern vollzogen wird, erlaubt – allerdings unter bestimmten Auflagen. So muss etwa ein Tierarzt anwesend sein und das Tier sofort nach dem Schnitt betäubt werden. Zudem dürfen die Schlachtungen nur in von der Behörde dafür zugelassenen Schlachtanlagen erfolgen.

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