Badener Sommerarena wird generalsaniert. Bis 2023 soll die Operettenspielstätte trocken gelegt und auch fassadentechnisch rundum erneuert werden.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 25. November 2020 (03:12)
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Die Renovierung der Sommerarena ist Teil eines umfassenden Tourismuskonzeptes, bei dem der Charakter der Kurstadt wieder deutlicher in den Vordergrund treten soll.
Christian Husar

Die Entscheidung, ob Baden in die Liste jener Städte aufgenommen wird, die den Titel Weltkulturerbe tragen, wurde um ein Jahr vertagt.

Trotzdem laufen die Vorbereitungen für das Durchstarten der Stadt im Kreis der großen Kurstädte Europas auf Hochtouren.

Deshalb werden schon jetzt Förderungen für Projekte möglich, für die es ohne die Bewerbung an Great Spas auf Europe nicht geben würde, ist auch Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, überzeugt. Das betrifft vor allem die Sanierung der Sommerarena und die Renovierung des Bergfrieds der Ruine Rauhenstein. Die markante Ruine, Blickfang auf dem Weg ins Helenental, müsse vor dem Abrutschen bewahrt werden. Dazu muss eine Stahlklammer in den Turm eingezogen werden, Kostenpunkt: 400.000 Euro.

Spielbetrieb soll im Sommer weitergehen

Die Sommerarena soll bis 2023 generalsaniert werden. Die Arbeiten umfassen Trockenlegungsmaßnahmen, danach sollen alle Fassaden sowie Fenster und Türen saniert und neu gestrichen werden. Die Dachflächen – mit Ausnahme des Glasdaches über dem Zuschauerraum – und die Verblechungen sollen ebenfalls saniert werden. Im Gebäudeinneren finden Maler- und Fußbodenarbeiten statt. Weiters sind die Sanierung der Elektro- und Sanitärinstallationen sowie die barrierefreie Erschließung geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Der Bund stellt sich mit einer Million Euro ein, das Land mit einer Strukturförderung und auch die Landeswirtschaftsagentur eco plus leistet einen Beitrag.

Der Zeitpunkt für die Arbeiten soll so gelegt werden, dass der Spielbetrieb, sofern er eingehalten werden kann, nicht gestört wird. „Der Spielplan steht ja schon bis 2022, daran lässt sich ermessen, was der Lockdown für den Kulturbetrieb bedeutet, wenn alles abgesagt werden muss“, merkt Szirucsek an.