Bürger-Initiative für Lärmschutz. Gemeinsamt mit den Gemeindevertretern wollen nun die Allander die Asfinag zum Thema „Lärmschutz“ unter Druck setzen.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:31)
Die Gemeinderäte Rainer Andermann (SPÖ/UBA), Martin Rapold (ÖVP), Klaus Perl (SPÖ/UBA) sowie Christophorus Lechner, Ludwig Köck, Alexandra Dietl, Gregor Burger und Karl Weintögl.
Stephanie Pirkfellner

Am Mittwoch trafen sich an die 60 interessierte Bürger zu einer, von der „Bürgerinitiative Autobahnlärmschutz in Alland“ einberufenen Sitzung, für einen umfassenden Autobahnlärmschutz. Karl Weintögl erklärte die Notwendigkeit: „Es fahren jährlich über 18 Millionen Fahrzeuge, davon 3,4 Millionen Lkw, am Ortsrand in Alland durch. Das sind rund 50.000 pro Tag und jedes Jahr kommen fast eine halbe Million dazu.“ Seit 10 Monaten ersuche der Verein und die Gemeindevertretung die Asfinag, die neuen Berechnungen der Lärmschutzzonen zur Verfügung zu stellen.

Absolute Einigkeit über Inhalt der Resolution

Vorsitzender Christophorus Lechner erläuterte die Resolution an die Asfinag: „Um die Interessen gegenüber der Asfinag und der Gemeinde besser gemeinsam vertreten zu können, unterstützt die Bürgerversammlung den neu gegründeten Verein ‚Bürgerinitiative Autobahnlärmschutz für Alland‘, um damit möglichst wirkungsvoll gemeinsamen Ziele zu erreichen.“

Die Resolution wurde von allen Teilnehmern, inklusive der anwesenden Gemeinderäte, einstimmig angenommen. Dazu sagt VP-Bürgermeister Ludwig Köck: „Es gibt laufend Gespräche mit der Asfinag, um die lärmgeplagten Allander zu entlasten.“ Seitens der Gemeinde sei bereits eine Mitfinanzierung zugesichert worden. „In den bisherigen Gesprächen wurde vor allem auf die Komplexität der laufenden Projektplanungen hingewiesen. Zudem bedarf es im Vorfeld geologischer Gutachten und der zeitlichen Optimierung von örtlichen Baustellen.“

Bürgermeister forciert rasche Umsetzung

Erst wenn alle Daten und Zahlen auf dem Tisch lägen, „können wir über den tatsächlichen Finanzierungsbedarf diskutieren.“ Er werde sich für eine rasche Umsetzung einsetzen.

Vizebürgermeister Gregor Burger (ÖVP) ergänzte: „Die Gemeindeführung steht hinter der Bürgerinitiative ‚Autobahnlärmschutz für Alland‘. Seit Jahren versucht die Gemeinde, den Lärmschutz entlang der A21 zu verbessern, ist aber mit der Asfinag bisher nicht weitergekommen. Gemeinsam mit den lärmgeplagten Bürgern können wir jetzt den Druck erhöhen.“

Seitens der Asfinag erklärt Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla, dass die Lärmuntersuchung im Bereich Abfahrt Mayerling schon vorgestellt worden sei. „Das Ergebnis zeigt, dass mit einer Lärmschutzmaßnahme von bis zu 9 Meter die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte gewährleistet ist und damit eine zusätzliche, nachhaltige Lärmreduktion erzielt werden kann“, sagt Vucsina-Valla. Um die technische Machbarkeit sicherstellen zu können und die Höhe der Kosten abschätzen zu können, wurden im Oktober Baugrunderkundungen durchgeführt. Derzeit werde ausgewertet und dann folgen weitere Gespräche mit der Gemeinde. „Wir gehen davon aus, dass wir gemeinsam ein für alle Beteiligten zufriedenstellendes Ergebnis finden werden“, sagt Vucsina-Valla.