Rotkreuz-Dienststelle in Leobersdorf stillgelegt. Rettungstransporte werden von Berndorf & Weissenbach vorgenommen.

Von Roland Weber. Erstellt am 01. Mai 2020 (05:34)
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Christian Raith rechnet mit einer Öffnung nach der Krise.
RKNÖ

Die kürzlich erfolgte Schließung der Rotkreuz-Dienststelle Leobersdorf löste wilde Gerüchte aus. Die Verantwortlichen beruhigen und sprechen von einer optimierten Ressourceneinteilung, im Zuge der gegebenen Covid-19-Situation.

„Wenn die Covid-19-Pandemie abklingt, rechne ich mit einem völligen Hochfahren des Stützpunktes in Leobersdorf“, sagt Christian Raith, Leiter der Rotkreuz-Bezirksstelle Triestingtal, in dessen Verantwortungsbereich als Koordinator auch der Stützpunkt in Leobersdorf fällt. „Die Mannschaftsstärke ist gleich geblieben, verändert hat sich nur die Zusammenstellung der Teams, die jetzt auf den besetzten Dienststellen entsprechend unserem Versorgungsauftrag (Anm.: 24 Stunden / 7 Tage) Dienst versehen“, erklärt Raith. Das bedeute, dass alle notwendigen Rettungstransporte primär von den Stützpunkten Berndorf und Weissenbach vorgenommen werden, da es im Raum Leobersdorf durch die umliegenden Dienststellen ausreichend Ressourcen gäbe.

„Dies dient vor allem dazu, um die Gefahr der Seuchenverbreitung so gut wie möglich zu minimieren, um vor allem den Regeldienstbetrieb aufrechtzuerhalten“, erklärt Raith. Zuletzt hörte man sogar das Gerücht, dass der neugebaute Stützpunkt nicht in das derzeit mit dem Land NÖ verhandelte Finanzierungskonzept passe und nach der Coronakrise geschlossen bleibe. Raith erwidert: „Das sind und bleiben Gerüchte, denn die Verhandlungen mit dem Land Niederösterreich sind nach wie vor im Laufen und werden frühestens im Sommer abgeschlossen.“

Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) sieht die Diskussion gelassen: „Uns wurde mitgeteilt, dass die Schließung durch eine veränderte Ressourcenplanung anlässlich der Covid-19 Maßnahmen notwendig ist. Ich habe keine negativen Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass die Versorgung nicht funktioniert.“

Zwischen den kursierenden Gerüchten und der Ausnahmesituation sieht Ramharter einen Zusammenhang: „Ich bin kein Freund von Gerüchten und werde auch sicher keine streuen. Wir haben das Gespräch mit dem Roten Kreuz gesucht und auch geführt. Ich gehe davon aus, dass der Stützpunkt Leobersdorf sofort nach der Krise den Dienstbetrieb aufnimmt.“