Grünes Licht für Sauerhof?. Drei Jahre später als geplant, dürfte 2019 Umbau in 5-Stern-Plus-Gesundheitshotel starten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 28. Dezember 2018 (04:17)
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63, zum Teil vergrößerte, Zimmer sowie 51 Suiten sollen im revitalisierten Altbau und im geplanten Neubau errichtet werden.

In die Sanierung bzw. Revitalisierung des ehemaligen Grandhotels Sauerhof kommt Bewegung. Eigentümer Siegmund Kahlbacher übergab rund 150 Schachteln mit Projektplänen an die Bezirkshauptmannschaft. „Ich kann bestätigen, dass gestern, 20. Dezember, teilweise Unterlagen bei der BH Baden eingelangt sind“, erklärt Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner auf Nachfrage . „Wir warten die entsprechenden weiteren Einreichunterlagen ab, um zeitnahe die nächsten Schritte setzen zu können“, ergänzt sie.

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Siegmund Kahlbacher übergab persönlich am 20. Dezember die Projektunterlagen in der BH Baden.

Zum Verfahrensstand sagt Bernd Euler-Rolle, Leiter der Abteilung für Konservierung und Restaurierung im Bundesdenkmalamt (BDA), dass es 2018 einige Abstimmungsrunden gegeben habe. Da auch gewerberechtliche Themen berührt sind, werde die Sache „als konzentriertes Verfahren von der Gewerbebehörde geführt werden, welche das Bundesdenkmalamt in üblicher Weise am Verfahren zu beteiligen hat“, so Euler-Rolle.

Was ist am Sauerhof so wichtig? Dazu Euler-Rolle: „Ganz knapp kann man sagen, dass es die Integrität von Substanz und Erscheinung der geschlossenen und maßgebenden Gestaltungsphase von Joseph Kornhäusel ist, also die diesbezüglichen Bau- und Raumstrukturen sowohl außen wie auch innen und die zugehörigen Gestaltungselemente.“

Grundsätzlich scheinen die Projektunterlagen „aus denkmalpflegerischer Sicht genehmigungsfähig“, heißt es jedenfalls in einem Schreiben des BDA an den beauftragten Architekten Wolfgang Reicht.

Bauverhandlung wurde für 27. Februar angesetzt

Kahlbacher hofft, möglichst bald mit dem Umbau beginnen zu können. Die Bauverhandlung sei für 27. Februar angesetzt. Das bestätigt Bezirkshauptfrau Sonnleitner – „ob dieser Termin eingehalten werden kann, hängt allerdings von den Einreichunterlagen ab.“ „Wir wollen jetzt durchstarten“, so Kahlbacher, der sich bei der Bezirksbehörde für ihr Entgegenkommen bedanken möchte. Das Projekt werde mit neuen Mitgesellschaftern umgesetzt, da das Verfahren den ursprünglich Beteiligten zu lange gedauert habe.

Wie vorgesehen, wolle man ein 5-Stern-Plus-Gesundheitshotel auf „Champions League“-Niveau errichten. Er habe für sein Konzept mit Alexander Witasek die Nummer Eins auf dem Gesundheitssektor gewinnen können, der in Baden die Europa-Ausbildungsstätte für die Mayr-Kur plane. Das Investitionsvolumen betrage 30 bis 36 Millionen Euro. Wie vorgesehen, werde der Innenhof überdacht. Es habe seitens des BDA „begründete Abänderungswünsche“ gegeben, die nun berücksichtigt worden seien. „Die Badener kriegen das, was wir versprochen haben“, beteuert Kahlbacher.

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