„Richter-Taxi“ sorgt für Wirbel

Erstellt am 26. November 2013 | 23:59
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 10999
Foto: NOEN, NÖN
Traiskirchen/Wiener Neustadt / Verteidigung stellte im Fall Pater Fabian Befangenheitsantrag gegen Richter.
Werbung

Am Landesgericht Wiener Neustadt wird weiterhin hinter verschlossenen Türen der Fall des ehemaligen Traiskirchner Pfarrers Pater Fabian Vordermayer verhandelt. Er soll einen jungen Mann mit k.o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt haben.

Befangenheitsantrag: Mit Staatsanwältin mitgefahren

Ein Urteil gibt es jedoch trotz langer Prozesstage, die mitunter bis Mitternacht dauern, noch nicht. In der Zwischenzeit gab es einen Befangenheitsantrag der Verteidigung (Michael Dohr und Armin Achmed) gegen Richter Erich Csarmann.

Er soll mit Staatsanwältin Barbara Sengstschmied, die in dem Fall als Anklägerin auftritt, nach Prozessende mit dem Auto mitgefahren sein, da zu dieser späten Stunde keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren. Die Verteidigung stellte daraufhin einen Befangenheitsantrag, der vom Richter jedoch abgewiesen wurde.

Urteil soll frühestens Anfang Dezember gefällt werden

Dass es einen Befangenheitsantrag während der Verhandlung gab, bestätigt auch Gerichts-Pressesprecher Richter Hans Barwitzius im NÖN-Gespräch. Über den Inhalt wollte er aufgrund des Ausschlusses der Öffentlichkeit nichts sagen.

Von der Staatsanwaltschaft gibt es dazu auch keine Stellungnahme. Die Verhandlung wird in derselben Konstellation weitergeführt. Ein Urteil soll es frühestens Anfang Dezember geben.


Werbung