Gestelltes Hinrichtungsvideo: Kein Anfangsverdacht. Der Fall um ein gestelltes Hinrichtungsvideo, das von sechs jugendlichen afghanischen Asylwerbern am Tag nach dem Anschlag in Wien im November 2020 im Schlosspark Pottendorf (Bezirk Baden) produziert worden war, wird die Behörden nicht mehr länger beschäftigen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 25. Januar 2021 (10:50)
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Nach einer Prüfung kam die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt zum Ergebnis, dass kein Anfangsverdacht einer strafbaren Handlung vorliegt, bestätigte Sprecher Erich Habitzl am Montag einen "Kurier"-Bericht.

Da auch kein terroristischer Hintergrund vorliege, werde kein Verfahren eingeleitet. Der Sachverhalt und das damit verbundene Video sei sowohl vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) als auch von der Staatsanwaltschaft geprüft worden. Die Conclusio: Bei den Aufnahmen handelt es sich um eine Art Lausbubenstreich der deplatzierten Sorte.

Die Jugendlichen gaben Medienberichten zufolge zu Protokoll, dass derartige Handlungen in ihrem Kulturkreis nicht außergewöhnlich seien. Umgehende Kritik kam von der FPÖ. "Österreich darf so eine Entwicklung nicht dulden", meinte Bundesparteichef Norbert Hofer.