Schwer alkoholisierte Frau randalierte in Baden. Für einiges Aufsehen hat am Dienstag in den Mittagsstunden ein Polizeieinsatz am Grünen Markt in Baden bei Wien gesorgt. Eine 44-Jährige, laut Stadtpolizei schwer alkoholisiert, hatte randaliert.

Erstellt am 24. Juli 2013 (14:40)
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Sie wurde unter Anwendung von Körperkraft festgenommen. Zeugen wollten gesehen haben, dass auf die Frau "eingedroschen" worden sei. Sie "ist sicher nicht geschlagen worden", hieß es dazu am Mittwoch seitens der Behörde auf Anfrage.

Ein Zeuge berichtete von einem Beamten, der auf die Frau "eingedroschen" haben soll, als ihr bereits Handschellen angelegt gewesen seien. Er habe das Geschehen von einem Schanigarten aus beobachtet. Dienstnummern habe er nicht erhalten, so der Mann, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Vorwurf der Polizeigewalt: "Stimmt in keiner Weise"

Dass die 44-Jährige geschlagen worden sei, "stimmt in keiner Weise", reagierte die Stadtpolizei auf Anfrage. Sie habe "extrem randaliert, Personen attackiert" und "sich der Festnahme widersetzt". Die Beamten hätten sich gewehrt.

Laut Polizeibericht hatte die Inhaberin einer Verkaufshütte am Grünen Markt gegen 12.30 Uhr um dringende Intervention ersucht. Die amtsbekannte und betrunkene Frau randaliere, werfe Aschenbecher und Trinkgläser und gefährde dadurch andere Personen. Außerdem sei der Sohn der Inhaberin lautstark beschimpft und in das Gesicht geschlagen worden.

44-Jährige verletzte einen Beamten

Während der Intervention einer Funkstreife begann die Verdächtige laut Stadtpolizei abermals zu randalieren. Die Beamten seien sofort attackiert worden. Ein Uniformierter sei durch einen Tritt gegen das Knie verletzt worden. Die 44-Jährige sei nicht zu beruhigen gewesen und habe nur unter Anwendung von Körperkraft von weiteren Straftaten abgehalten werden können.

"Sie beschimpfte die Beamten lautstark und ordinär, spuckte ihnen ins Gesicht und versuchte sie durch Schläge und Tritte zu verletzen. Dabei trat sie den bereits verletzten Beamten auch noch gegen die Hand, wobei dieser auch noch an einem Finger der rechten Hand Verletzungen erlitt. Mit größter Mühe konnte sie schließlich nach den gesetzlichen Bestimmungen festgenommen werden", hieß es im Bericht der Stadtpolizei.

Um sich spuckende Frau in Klinikum überstellt

"Wegen der fortgesetzten wilden Attacken" hätten der 44-Jährigen auch Handfesseln angelegt werden müssen. "Beim Abtransport bespuckte sie absichtlich und oftmals die Einrichtung des Funkwagens und trat weiterhin gegen die Beamten. Am Stadtpolizeiamt wollte sie den Funkwagen nicht verlassen. Nach Rücksprache mit dem Thermenklinikum Baden wurde sie dorthin überstellt, wo sie unter medizinischer Aufsicht beruhigt und vorerst in stationäre Pflege aufgenommen wurde", so die Stadtpolizei.

Die 44-Jährige sei unverletzt geblieben. Der verletzte Beamte wurde ambulant versorgt und danach in häusliche Pflege entlassen. Er befindet sich laut Polizeibericht im Krankenstand. Die Frau erwarten Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt (Sachbeschädigung, Körperverletzung, tätlicher Angriff auf einen Beamten) und an die Bezirkshauptmannschaft Baden wegen Verwaltungsübertretungen.