Bezirkspolizeikommandant Jantschy will Maßnahmen setzen. Der neue Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy will spezielle Maßnahmen setzen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. Februar 2020 (03:54)
Kurt Wagner, Chef der Polizeiinspektion Traiskirchen, bespricht mit Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy aktuelle Ereignisse im Bezirk Baden.
Jandrinitsch

Am 1. November des Vorjahres hat Hannes Jantschy das Zepter von Wolfgang Eisenkölbl als Bezirkspolizeikommandant übernommen.
Seitdem pendelt Jantschy täglich über die Tangente von Gänserndorf nach Baden, der einzige Wermutstropfen für Jantschy. „Ich versuche natürlich, die Stoßzeiten zu meiden und nicht dann zu fahren, wenn alle fahren“, sagt Jantschy.

Doch immer entkommt der neue Bezirkskommandant dem Tangenten-Stau nicht. Und auch im Bezirk Baden ist das Thema Verkehr ein omnipräsentes. Hier ist es aber die Statistik des Jahres 2019, die eine erschreckende Verkehrsopferbilanz aufweist. Jantschy erklärt: „17 Menschen sind im Bezirk im Vorjahr bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Diese Zahl wollen wir heuer unbedingt senken.“
Die Hauptverkehrsursache ist aber nicht Alkohol am Steuer, sondern Unachtsamkeit, ausgelöst durch das liebste Accessoire vieler Menschen, auf das sie auch im Auto nicht verzichten wollen: das Smartphone.

„Es ist ja nicht nur so, dass die Leute am Steuer telefonieren, obwohl sie eine Freisprecheinrichtung haben. Sie lesen SMS und WhatsApp-Nachrichten während der Fahrt oder schreiben solche Nachrichten. Vielen ist nicht bewusst, auch wenn sie die Nachrichten nur lesen, dabei sind sie einige Meter im Blindflug unterwegs“, klärt Jantschy auf.

„Es ist ja nicht nur so, dass die Leute am Steuer telefonieren, obwohl sie eine Freisprecheinrichtung haben"

Neben Ablenkung sind die weiteren Gründe für Verkehrsunfälle zu schnelles Fahren, oft auch in Kombination mit Alkoholkonsum. Auch das noch junge Jahr 2020 hat bereits einen Verkehrstoten gefordert: In Pottendorf ist ein 20-Jähriger mit seinem Auto im Jänner gegen einen Baum gekracht.
Verstärkte Geschwindigkeitsmessungen stehen daher auch auf Jantschys Agenda ganz oben. „Die Menschen hetzen in der Früh in die Arbeit und am Abend zurück. Mir ist bewusst, dass man sich durch Geschwindigkeitsmessungen keine Freunde macht, doch das ist eine Maßnahme, die einfach unerlässlich.“

Beamte zeigen mehr Präsenz in Öffentlichkeit

Präsenz möchte Jantschy auch am Badener Bahnhof und in der Badner Bahn zeigen. Der Bezirkspolizeichef weiß: „Es gab Beschwerden, dass sich im Bahnhofsgebäude Personengruppen aufhalten, die dort h nichts zu suchen haben. Es gab auch Beschwerden vonseiten der Bezirkshauptmannschaft, dass im Bahnhofsumfeld Suchtmittel konsumiert werden. Wir wollen hier mehr Präsenz zeigen und der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.“

Generell gäbe es aber keine Gründe, sich zu fürchten. „Die Einbrüche in Wohnungen gehen kontinuierlich zurück. Dieser Trend hat sich auch 2019 fortgesetzt. Die Wohnungsbesitzer sind generell vorsichtiger geworden, was ihr Eigentum betrifft“, präzisiert Jantschy. Und auf Prävention will der Polizeichef auch weiter setzen.