Bad Vöslau: Avantgarde mit viel Tradition

Erstellt am 16. Januar 2022 | 05:24
Lesezeit: 3 Min
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Für Festival-Intendantin Angelika Hager (l.) sind der deutsche Talk-Master Harald Schmidt und die "Göttin der Burg" Caroline Peters kurz und bündig eine "Traum-Paarung", die in der Saison 2021 das Publikum im Thermalbad Vöslau restlos begeisterten.
Foto: Katharina Schiffl
Open-Air-Festival mit Neuheiten: Erstmals Studentenplätze, Fixstarter bleiben mit an Bord.
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Das Literaturfestival „Schwimmender Salon“ im Thermalbad Vöslau hat in den zehn Jahren seines Bestehens bereits jeden Sommer Kunst- und Kulturgeschichte geschrieben. Mit außergewöhnlichen, hochkarätigen, auch polarisierenden Stars, oft in Duos kongenial „zusammengebracht“ und maßgeschneiderten Premieren, die weltweit Unikate sind und bleiben. Und natürlich auch mit der künstlerischen Vielseitigkeit der Intendantin Angelika Hager, garniert mit ihrem guten Riecher für große Talente. 2022 wird bereits zum elften Mal in künstlerische See gestochen.

Maßgeschneiderte Textcollagen

Die Vorbereitungen laufen schon in den ersten Tagen des neuen Jahres auf Hochtouren. So gibt die Kuratorin, die seit 24 Jahren Profil-Ressortleiterin ist, Neuheiten und Änderungen preis, die das Publikum in der kommenden Saison erwarten werden.

Wenn die gebürtige Badenerin, auch bekannt als das Alter Ego der von ihr erschaffenen Kunstfigur „Polly Adler“, ruft, kommen sie alle – von Harald Schmidt und Caroline Peters, über Philipp Hochmair, der von Anfang an mit an Bord ist, Michael Maertens, Stefanie Reinsperger, Claudius von Stolzmann, Manuel Rubey und Martina Ebm bis zu Petra Morzé, Alma Hasun und Senta Berger. Mit Hagers maßgeschneiderten Textcollagen und Bühnenfassungen begeistern sie das Publikum jedes Mal von Neuem. Und das Stammpublikum wird immer größer. Die Aufführungen sind oft schon lange im Vorfeld ausverkauft.

„Bleiben Vorkämpfer und wahren die Geschichte“

Angelika Hager hat ganz klar definierte Ziele. „Wir werden auch im elften Jahr unseres Bestehens Avantgarde mit Tradition auf die Bühne bringen. Vorkämpfer bleiben und zugleich die Geschichte wahren. Unser Stammpublikum ist wunderbar, offen für Neues und unglaublich vielseitig. Mein großer Traum ist ein Miteinander, ein Vermischen der Generationen, weiterhin eine intensive Interaktion mit dem Publikum und viele Besucherinnen und Besucher, die mit einem Lächeln das Thermalbad verlassen.“

„Bad Vöslau atmet das Flair der Jahrhundertwende.“

Und damit sich 2022 diese Träume, wie bereits im ersten Jahrzehnt eindrucksvoll bewiesen, weiter erfüllen, erwartet das Publikum einige Neuheiten. Gespielt wird ausschließlich auf der Festival-Wiese und erstmals sollen auch Studentenplätze zur Verfügung stehen.

Die Magie des Ortes wird immer mehr akzentuiert. „Bad Vöslau atmet das Flair der Jahrhundertwende. Hier beginnt eine sentimentale Reise in die Vergangenheit und man kann die Gedanken spazieren gehen lassen. Der Charme der gesamten Gegend ist so eindrucksvoll, dass auch die Vorstellungen in gewisser Art und Weise magisch sind.“ Und das spüren sowohl Künstler als auch Publikum. Hager ist trotz aller Erfolge bescheiden geblieben und sagt mit einem Augenzwinkern, dass das Beste womöglich ja noch kommen werde.

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