Große Trauer um Dechant Josef Kantusch

Josef Kantusch, Pfarrer von Klausen-Leopoldsdorf und Dechant des Dekanates Heiligenkreuz, verstarb in den Morgenstunden des 2. Oktober nach langer, schwerer, geduldig ertragener Krankheit.

Stephanie Pirkfellner Erstellt am 04. Oktober 2021 | 14:42
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Pfarrer Josef Kantusch war immer für originelle Ideen zu haben - so spendete er im Vorjahr zu Erntedank vom Cabrio aus seinen Segen.
Foto: Stephanie Pirkfellner

1950 als erstes und einziges Kind des Landwirtes Karl Kantusch und seiner Frau Leopoldine geboren, besuchte Josef die achtklassige Volksschule in Klausen-Leopoldsdorf, erlernte anschließend den Beruf des Landwirtes am elterlichen Hof und besuchte die Landwirtschaftliche Berufsschule in Baden.

Ab 1970 engagierte sich Kantusch im Dekanat in der Kinder- und Jugendarbeit. Er war Pfarrgemeinderat und in allen damit verbundenen Ausschüssen in Pfarre, Dekanat und Vikariat. Von 1972 bis 1989 war er im Gemeinderat für das Prüfungswesen und der Betreuung der öffentlichen Ortsbeleuchtung zuständig.

Zusätzlich zu Beruf und Arbeit in der Landwirtschaft, begann Kantusch 1980 als außerordentlicher Hörer und 1986 nach seiner Berufsreifeprüfung als ordentlicher Hörer, an der Philosophisch-theologischen Hochschule Heiligenkreuz Theologie zu studieren.

1989 zum Diakon geweiht, unterrichtete der neue Diakon in Klausen-Leopoldsdorf und in der Volksschule Alland Religion. Nach der Priesterweihe 1994 im Stephansdom, wurde Josef Kantusch erst Kaplan der Pfarre Klausen-Leopoldsdorf, 1998 Pfarrer seiner Gemeinde und 2001 Dechant des Dekanates Heiligenkreuz.

Bis zum Tod seiner Mutter 1995 betrieb Pfarrer Kantusch, neben Studium und seinen vielen anderen Aufgaben, die Landwirtschaft seiner verstorbenen Eltern weiter.

2006 wurde Dechant Kantusch zum Erzbischöflichen Geistlichen Rat und 2013 zum Erzbischöflichen Konsistorialrat ernannt. Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik überreichte ihm Landeshauptfrau Johanna Mikl–Leitner am 27.Juni 2017.

Josef Kantusch war ein überaus eifriger und beliebter Seelsorger, ein priesterlicher Begleiter für viele und auch ein Freund für viele, die ihn kannten. Vor wenigen Tagen noch war Abt Maximilian Heim bei ihm und hat ihm die Sakramente gespendet. „Er gehörte einfach zu uns: Große Feste feierte er mit uns, er hielt uns manchmal Einkehrtage und machte die Exerzitien mit uns mit, ein großer Verlust für uns alle. Gott sei ihm jetzt sein Lohn für sein Wirken als Seelsorger hier bei uns“, trauer der Abt.