Ausbau Windpark: Gegenwind steht an. In Seibersdorf sollen zu bestehenden Windrädern zwei weitere dazukommen. Darüber wird intern noch diskutiert.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:01)
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In den Gemeinden Seibersdorf und Hof wurden gemeinsam 12 Windkraftanlagen umgesetzt, die zum überwiegenden Teil auf Hofer Gemeindegrund liegen.
Thomas Lenger, Thomas Lenger

Die Weichen für die Vergrößerung des Windparks sollen in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag gestellt werden.

Der Gemeinderat soll dann das notwendige grüne Licht für die Errichtung zweier weiterer Windräder auf Seibersdorfer Gemeindegebiet geben. Von den ursprünglich zehn geplanten Windrädern wurden ja bereits vor einigen Jahren sieben Windräder errichtet.

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Bürgermeisterin Christine Sollinger verteidigt den geplanten Windpark-Ausbau.
NOEN

Bürgermeisterin Christine Sollinger bestätigt gegenüber der NÖN die Pläne, zwei weitere Windkraftanlagen errichten zu wollen. „Wir haben Anfang dieser Woche bereits ein Flugblatt an alle Seibersdorfer Haushalte ausgeteilt, um die Bevölkerung damit über die geplante Erweiterung zu informieren und am Donnerstag das Thema dann im Gemeinderat zu behandeln“, erläutert die Ortschefin.

In Seibersdorf verfügt die ÖVP von Bürgermeisterin Christine Sollinger über eine absolute Mehrheit mit 15 der 19 Mandate. Dennoch soll es in der Vorwoche in der Fraktionssitzung der ÖVP bereits zu heftigen Diskussionen gekommen sein. Ein Gemeinderat soll dabei sogar die Sitzung verlassen haben.

Grund dafür soll gewesen sein, dass die Windräder höher als die bisherigen werden und näher an der Siedlungsgrenze liegen.

Sollinger sagt dazu: „Aufregung hat es nicht gegeben, außer, dass sich ein Gemeinderat aufgeregt hat.“

Die geplante Errichtung entspräche „korrekt“ allen Vorschriften. „Es gibt keine Unterschreitung der erlaubten Grenzen zum bebauten Gebiet“, betont sie.
Nach einem möglichen Beschluss am Donnerstag müssen erst alle weiteren Genehmigungen eingeholt werden, die Windräder könnten frühestens 2023 in Betrieb gehen. Betreiber wäre der gleiche wie bei den bisherigen Windrädern, der Windpark Bruck an der Leitha.