Wirbel um Sternsinger-Posting von Kocevar

Ebreichsdorfer Ortschef rechnete nicht mit den heftigen Reaktionen auf seine Grußbotschaft zum Dreikönigstag.

Thomas Lenger Erstellt am 07. Januar 2019 | 07:59
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Der Stein des Anstoßes, der einen wahren „Shitstorm“ verursachte.
Foto: Screenshot: Lenger

Mit einem Drei-Königs-Posting sorgt der Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich und Bürgermeister von Ebreichsdorf, Wolfgang Kocevar, für einige Aufregung.

Auf einem Bild mit der Weihnachtskrippe und den Heiligen Drei Königen im Hintergrund sowie dem Logo der SPÖ Niederösterreich war zu lesen: „Heute ist Drei-Königs-Tag. Aber wahrscheinlich werden die Drei aus dem Morgenland nicht kommen können, denn Kurz hat sämtliche Routen geschlossen. Wolfgang Kocevar Landesgeschäftsführer“.

Die Reaktionen auf dieses Posting ließen nicht lange auf sich warten und sind teilweise heftig. So etwa von FPÖ-Gemeinderätin Lisa Gubik: „Gehts eigentlich noch peinlicher? Einem Bürgermeister wirklich unwürdig…..“.

Bürgerlisten-Gemeinderat Josef Rubin: „Brachialhumor à la FPÖ? Silberstein still working? Andere Reaktionen reichen von „Kindergarten“ bis hin zu „ein abscheuliches Posting“.

Auch einige Eltern von Sternsingern, die dieser Tage ehrenamtlich für Kinder in der Dritten Welt sammeln, fühlen sich angegriffen: „Das war tatsächlich ein Griff ins Klo. Viele unserer Kinder investieren ihre Freizeit in einer tollen Aktion und die ‚Politiker‘ zeigen so ihren Respekt … erschreckendes Verhalten“, so ein User.

In die gleiche Kerbe schlägt Kocevars Bürgermeister-Amtsvorgänger Josef Pilz von der Bürgerliste. „Lieber Wolfgang, ein sehr schlechter Witz, mit dem hunderttausende Freiwillige, die für einen guten Zweck unterwegs sind, verhöhnt, ja richtig verarscht werden. Und das auf der offiziellen SPÖ Homepage“.

„Es ist ein politisches Satire-Posting, wie tausend andere auch“

Wolfgang Kocevar versteht die Aufregung nicht. „Es ist ein politisches Satire-Posting, wie tausend andere auch“, so seine erste Reaktion auf Nachfrage der NÖN. „Das Posting von mir mit unseren Kindern und hunderten tollen Sternsinger in Verbindung zu bringen ist lächerlich. Ich bin nicht derjenige, der alle Ausländer verteufelt hat und immer wieder betont hat, alle Routen schließen zu wollen“, so der Landesgeschäftsführer der SPÖ und Bürgermeister von Ebreichsdorf.