Brand: Nachbar und FF-Mann verhindert Schlimmeres. Nach einem Küchenbrand verhinderte ein zu Hilfe eilender Nachbar einen Wohnhausbrand.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 17. Oktober 2018 (15:48)

In Siegersdorf kam es am Mittwoch gegen 13 Uhr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in der Unteren Angerstraße. Ein Dunstabzug fing Feuer und die Flammen griffen auf die Einrichtung der Küche über. Im Haus befand sich zu dem Zeitpunkt des Brandes nur die Hausbesitzerin, eine Pensionistin. Diese versuchte vergeblich, den Brand zu löschen und alarmierte die Feuerwehr.

Sofort wurden die Feuerweheren Siegersdorf und Pottendorf zu einem Küchenbrand alarmiert. Unter den alarmierten Feuerwehrmännern war auch Ernst Kemetner (63), der nur eine Straße weiter wohnt. „Ich dachte mir es ist besser ich fahr gleich zum Haus hin, da ich ins Feuerwehrhaus doppelt so lange gebaucht hätte“, erzählt Ernst Kemetner, der bereits seit 47 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. 

Der Feuerwehrmann schnappte sich seinen Feuerlöscher und fuhr mit diesem auf dem Rad den kurzen Weg zum Brandort. „Als ich zum Haus der Frau - es ist die Schwiegermutter meiner Nichte - kam, stand diese bereits in der Tür und dichter Rauch drang aus dem geöffneten Küchenfenster“, erzählt Kemetner. „Als ich die Küchentüre öffnete brannte es in der Küche bereits lichterloh“, so der Florian der dann den Brand mit dem Feuerlöscher löschen konnte. „Dank des raschem Eingreifen unseres Kameraden konnte ein Vollbrand der Küche und damit Schlimmeres verhindert werden“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr Siegersdorf. 

Für den Mann der Stunde, Ernst Kemetner, war sein Einsatz nichts besonderes. „Das ist doch selbstverständlich und hätte jeder andere auch so gemacht“, zeigt sich der 63-Jährige bescheiden. Doch durch sein rasches eingreifen konnte sicher ein schlimmeres Feuer im Einfamilienhaus verhindert werden. Die Pensionistin erlitt mehrere Verbrennungen und wurde von Sanitätern des ASB Ebreichsdorf versorgt und ins Krankenhaus nach Wr. Neustadt gebracht. Dort wurde sie ambulant behandelt konnte aber mittlerweile wieder nach Hause. 

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