Traiskirchen verschärft Corona-Maßnahmen. In einer Videobotschaft hat sich Stadtchef Andreas Babler, SPÖ, an die Bevölkerung gewandt und weitere notwendige Maßnahmen erklärt, die helfen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 16. März 2020 (07:34)
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Mit diesem Piktogramm will die Stadt Traiskirchen verdeutlichen, wie sich die Bevölkerung angesichts der Coronakrise zu verhalten hat.
Stadtgemeinde Traiskirchen

Dazu gehört auch eine Koordination der Maßnahmen mit dem Samariterbund Traiskirchen-Trumau. Babler ersucht die Bevölkerung: : "Um uns dahingehend zu unterstützen, bitten wir Sie, alle nicht absolut notwendigen Krankentransportanfragen so gut wie möglich auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben."

Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aufrecht zu erhalten, wurde die Einsatzstruktur für den gesamten Unterabschnitt schon am Freitag an diese Ausnahmesituation angepasst. Beide Einsatzorganisationen sind darüber hinaus natürlich mit den übergeordneten Einsatzstäben abgestimmt. Babler weist auch darauf hin, dass im  öffentlichen Raum Kinderspielplätze und Sportplätze ab sofort gesperrt sind. Auf den Spielplätzen wurden bereits entsprechend Hinweise angebracht. Auch der Bauhof und der Containerdienst sind bis auf Weiteres geschlossen.

Die Mitarbeiter des Rathauses sind nur mehr telefonisch oder er Mail zu erreichen, es gibt keinen Parteienverkehr in allen öffentlichen Bereichen. Der Bürgermeister weist auch darauf hin, dass die "Hinweise der Bundesregierung zum angekündigten generellen Versammlungsverbot für Personengruppen, die größer als fünf sind", unbedingt zu beachten sind. Babler appelliert zum Abschluss:  "Die Gesamtsituation ist ernst. Das Virus breitet sich in diesen Tagen stets aus und es liegt an uns allen, wie sich die Kurve in einigen Wochen darstellen wird.

Aber wir sind in unserer Stadt gut aufgestellt, mein Stab kommuniziert durchgehend und wir werden strukturiert und in aller Ruhe, Stück um Stück, die erforderlichen Maßnahmen in Umsetzung bringen." Und: 
"Corona kann jeden und sehr viele von uns treffen. Daher ist es auch unsere gemeinsame Sache, die Ausbreitung zu verlangsamen und schließlich zu stoppen. Dass das gelingen kann, zeigen die Verläufe in einigen asiatischen Ländern, wo es durch Maßnahmen, wie wir sie nun setzen, gelungen ist, die Ausbreitungskurve massiv zu verflachen. Wir schauen weiterhin aufeinander und wir lassen in unserer Stadt niemanden zurück.
Gemeinsam schaffen wir das!"