Sooß: Klares Nein zu Asphaltmischanlage

Erstellt am 03. Juni 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Antrag abgelehnt / Gemeindevorstand gegen Ansiedelung am Betriebsgebiet. Bürgermeisterin ärgert sich über Gerüchte.
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Von Sonja Pohl

SOOSS / Wilde Gerüchte über die Errichtung einer Asphaltmischanlage im Sooßer Betriebsgebiet sorgten in der vergangenen Woche für Unruhe im Weinort. Von einem 30 bis 35 Meter hohen Mischturm war die Rede. Fakt ist: das Projekt wurde vom Gemeindevorstand abgelehnt.

Es habe eine Anfrage eines Unternehmers gegeben, der im Betriebsgebiet ein Grundstück erwerben und darauf eine Asphaltmischanlage errichten wollte, bestätigt Bürgermeisterin Helene Schwarz (ÖVP). Sie betont: „Jedes Betriebsgebiet unterliegt einer Fülle von Regeln und Normen. Und auch die Gemeinde ist an die entsprechende Gesetzgebung gebunden. Konkret bedeutet dies, dass ich als Bürgermeisterin dazu verpflichtet bin, jede Anfrage nach bestem Wissen und Gewissen zu prüfen – und zwar unabhängig davon, ob ich das jeweilige Vorhaben für gut befinde oder nicht.“ Jeder habe das Recht auf ein objektives und rechtskonformes Verfahren.

So sei auch im konkreten Fall vorgegangen worden, versichert Schwarz: „Informationen wurden eingeholt, der zuständige Ausschuss tagte und fasste den Beschluss dem Gemeindevorstand zu empfehlen, das Vorhaben negativ zu bewerten. Dieses Gremium holte noch weitere Informationen ein, schloss sich letztlich aber der Entscheidung des Ausschusses an, keine derartige Anlage zu genehmigen.“

Verärgert ist die Bürgermeisterin über „E-Mails mit teils hanebüchenen Inhalten, die im Ort kursierten.“ Winzer Anton Buchart machte sich jedenfalls im Namen des Weinbauvereins gegen das Projekt stark. Per E-Mail unterbreitete er sarkastische Vorschläge für „neue Soosser Ortsprospekte“. Mit Passagen wie „Wir bieten eine feine Staubentwicklung, wenn Ihre Kinder noch nicht krank sind, besuchen Sie uns doch“ oder „Verkosten Sie unseren neuen Grüner Veltliner „Asphalt“ aus der Großlage Harterberg.“

Bürgermeisterin Helene Schwarz (ÖVP): „Projekt wurde überprüft und abgelehnt.“

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