Das Kaiserhaus als Schatzkammer in Baden. Neue Präsentation zeigt „Badens Gold“ in Nahaufnahme. Experten-Wissen wird öffentlich zugänglich gemacht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Mai 2019 (04:41)
Stefan Szirucsek, Susanna Reichert-Freude, Hans Hornyik und Georg Stummvoll bei der Ausstellungseröffnung.
Dusek

Das Kaiserhaus wird bis September zur „Schatzkammer“: Badens Gold – gemeint sind die Schwefelquellen – wird dabei im Rahmen einer umfassenden Präsentation unter die Lupe genommen und beantwortet die Frage nach dem Ursprung des Wohlstandes der Stadt. Die Präsentation „Quellen und Bäder in Baden“ wird von einer neunteiligen Vortragsreihe begleitet, welche die Themenkreise „Herkunft und Qualität des Thermalwassers“, „die Badener Heilbäder“, „Geschichte und Gegenwart der Kur“ sowie „die Nominierung Badens zum UNESCO-Weltkulturerbe als Teil der Great Spas of Europe“ beleuchtet.

„Als Ausstellungskurator hat unser Weltkulturerbe-Beauftragter Stadtrat Hans Hornyik eine beeindruckende Präsentation über den Kern der Badener Existenz zusammengestellt. Mich verwundert, dass dieses Thema bisher noch nie in dieser Dichte aufgearbeitet und gezeigt wurde“, fragt sich VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek beim Presserundgang.

Angesichts der Welterbe-Nominierung Badens als Teil der „Great Spas of Europe“ ist der Stadtchef überzeugt: „Diese umfassende Präsentation stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Nominierung dar. Im Rahmen der gut aufbereiteten Informationen wird uns vor Augen geführt, wie besonders die Entwicklung unserer Stadt verlaufen ist, warum sich Adel und Prominenz immer wieder gerade Baden als Lieblings-Domizil ausgesucht hat und warum unser Schwefelwasser mit Recht als Badens Gold bezeichnet wird.“

„Diese umfassende Präsentation stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Nominierung dar"

Hornyik verweist darauf, dass im Zuge der Vorbereitungen für die Nominierung zum Weltkulturerbe die wichtigen kurstädtischen Forschungsthemen gesammelt und ausgewertet wurden. „In der Präsentation steckt die wissenschaftliche Arbeit vieler Experten, von den Doyens der österreichischen Geologie aus zwei Jahrhunderten Eduard Suess und Godfried Wessely, über Badens Stadthistoriker Rudolf Maurer bis zu Kurärztin Susanna Reichert-Freude. Deren Wissen wurde zusammengeführt und ist nun allen Interessierten zugänglich“, freut er sich. Die Präsentation ist bis 22. September, jeweils Freitag bis Sonntag & Feiertage von 10 bis 18 Uhr im ersten Stock des Kaiserhauses zu sehen.