AK startet Neubau in Baden. Sechs Millionen Euro teurer Bau der Bezirksstelle Baden ist gegenwärtig die größte Investition der Arbeiterkammer NÖ.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 28. Oktober 2020 (04:55)
Arbeiterkammer Bezirksstellenleiterin Danja Wanner und ihr Beratungsteam Daniela Kriebaum, Eva Maglot und Hildegard Gehringer informierten sich beim Spatenstich über ihre künftige Arbeitsstelle im Zentrum der Stadt.
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Anfang Oktober erteilte die Stadtgemeinde den Baubescheid für die Neuerrichtung der Bezirksstelle der Arbeiterkammer Niederösterreich in Baden. Damit war der Weg frei für die bisher größte Bauinvestition, die von der Interessenvertretung in einem niederösterreichischen Bezirk umgesetzt wird.

Mit dem offiziellen Spatenstich am Freitag starteten nun die Bauarbeiten des Bezirksstellenneubaus und des neuen PRO-GE-Büros in der Wassergasse 31. Für die Rat suchenden Mitglieder wird der neue Standort mehr Raum für Beratung und eine bessere Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz bringen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 vorgesehen.

Auf einer Bruttogrundfläche von 3.700 m² entstehen in zwei Gebäudeteilen auf insgesamt vier Ebenen (Untergeschoss, Erdgeschoss sowie 1. und 2. Obergeschoss) moderne Büros und Arbeitsplätze für die Beschäftigten. Außerdem werden drei Seminarräume im Obergeschoss sowie Pkw-Stellplätze in der Tiefgarage sowie im Innenhof errichtet. Die geplanten Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 6 Millionen Euro.

Arbeiterkammer rückt damit ins Stadtzentrum

„Mit dem Neubau der Bezirksstelle Baden rücken wir ins Zentrum der Stadt und sind dadurch für unsere Mitglieder noch leichter erreichbar,“ freut sich AK-Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser beim Spatenstich. Dass bewusst in Kauf genommen wurde, dass das neue Beratungszentrum den strengen Bauvorschriften der architektonischen Schutzzone „Zentrumszone – städtischer Bereich – Ortsbildzone“ der Stadtgemeinde Baden unterliegt, begrüßt Badens VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek. „Die Errichtung der neuen Arbeiterkammer-Bezirksstelle ist ein weiterer Mosaikstein, der zusätzliche Frequenz in unsere Stadt bringen und unsere Innenstadt weiter aufwerten wird“, meint er. Außen angeschlossen entsteht in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Baden eine durchlässige, offen und hell gestaltete Passage zur Straßerngasse.

Die Arbeiterkammer legt bei der Errichtung Wert auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. So sieht die Gebäudeplanung Barrierefreiheit in jeder Hinsicht vor. Das neue Haus wird als Niedrigstenergiegebäude errichtet. Eine Gebäudezertifizierung nach Kriterien der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) ist vorgesehen.

Der Abbruch des Altbestandes konnte trotz des Corona-Lock-Downs zwischen Jänner und April abgeschlossen werden. Unter Einbeziehung der vom Bauökologie-Konsulent bauXund erstellten Schadstoffanalyse wurde ein Rückbaukonzept gemäß den gesetzlichen Vorgaben der Recycling Baustoff-Verordnung erstellt und umgesetzt, heißt es.