Leesdorf-Bau wird niedriger. Abänderung des Flächenwidmungsplans steht bevor. Maximal fünf Geschosse geplant.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 06. März 2020 (03:44)
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Wie anhand der Abbildung ersichtlich (Maßstab 1:2000) ist eine weitgehende Rücksichtnahme auf die umliegenden Gebäudehöhen vorgesehen. „Als Orientierung für die Bebauungshöhen an den nördlichen Randbereichen des Projektgebietes gilt die gegenüberliegende Bebauung in Bauklasse III mit einer realisierten Gebäudehöhe von rund 11 Metern“, heißt es im Entwurf.
www.raumundplan.at

Die Stadtgemeinde beabsichtigt im Bereich zwischen Kanalgasse und Landesklinikum das Örtliche Raumordnungsprogramm (Flächenwidmungsplan) sowie den Bebauungsplan abzuändern. Weiters sollen die Verordnungen zum Flächenwidmungs- und Bebauungsplan geringfügig adaptiert werden.

Die Änderungsentwürfe werden noch bis 9. März im Rathaus zur allgemeinen Einsicht aufgelegt. Die Details dazu von Raumplaner Josef Hameter (www.raumundplan.at) sind auch auf der Stadt-Homepage baden.at nachzulesen.

Der Bereich zwischen Kanalgasse und Landesklinikum betrifft laut Aussendung den geplanten „neuen und smarten Stadtteil ‚Spitalsgärten’“. Für das Areal wurde vor zwei Jahren von der Gemeinnützigen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Alpenland gemeinsam mit der Stadtgemeinde Baden erstmals in Niederösterreich über ein kooperatives Planungsverfahren ein städtebauliches Projekt zur Entwicklung des neuen Stadtteils ausgearbeitet.

Das Projektareal wird in fünf Baufelder zwischen minimum 4.000 qm und maximal 7.000 qm geteilt. Die Bebauungshöhe ist im nördlichen Bereich gegenüber der bestehenden Wohnbebauung (Kanalgasse sowie Eckbereich zur Dr. Julius Hahn-Straße) mit zwei bis vier Geschossen limitiert, im Zentrum und nach Süden (Richtung Landesklinikum) mit zwei bis maximal fünf Stockwerken begrenzt. Ursprünglich war von bis zu sechs Geschossen die Rede.

„Zwischen der Dr. Julius Hahn-Straße und Lokalbahn soll zudem eine weitere öffentliche Grünfläche geschaffen werden, von der neben dem neuen Stadtteil auch die Bewohner der ‚Melkergründe‘ profitieren"

Da sich Baden „durch hochwertige Grün- und Freiräume“ auszeichne, sei es laut VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek wichtig, auf dem Areal „Spitalsgärten“ ein umfangreiches Grün- und Freiflächenangebot zu schaffen. Auch das Prinzip der „kurzen Wege“ werde berücksichtigt. Zudem werde eine umweltfreundliche Mobilität durch die Radwegverbindungen und die Anbindung an zwei Haltestellen der Badener Bahn unterstützt.