SPÖ für zweite Spur in der Braitnerstraße

Erstellt am 10. Juni 2014 | 10:13
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Foto: NOEN, NÖN
Sozialdemokraten fordern Abbiegespur. Dazu müsste aber auch der Kreisverkehr auf zwei Spuren erweitert werden.
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Das Problem ist vielen Badener Autofahrern nur zu gut bekannt. Besonders zu Stoßzeiten kann es in der Braitnerstraße an der Kreuzung mit der Vöslauerstraße zu längeren Wartezeiten kommen. Schon mehrmals hatte dieses Thema die Stadtpolitik beschäftigt. Nun kommt ein neuer Vorstoß von der SPÖ.

Gemeinderat Rudolf Teuchmann fordert die Markierung einer eigenen Abbiegespur in der Braitnerstraße an der Einmündung in den Kreisverkehr vor der Raiffeisenbank. „Um Verkehrsstaus auf einer der Haupteinfahrtsstraßen Badens zu verhindern, ist es erforderlich, durch bauliche Maßnahmen einen Fahrstreifen für die Rechtsabbieger in Richtung Josefsplatz und einen Streifen für die Geradeausfahrer in Richtung Weilburgstraße zu schaffen.“

Ein Vorhaben, das sich allerdings als nicht einfach erweisen dürfte. Denn Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) klärt auf: „Zuständig ist nicht die Stadt, sondern die Bezirkshauptmannschaft, weil es sich um eine Landesstraße handelt. Und wir hatten dort schon mehrere Verkehrsverhandlungen mit Sachverständigen der Bezirkshauptmannschaft. Man hat uns klar gesagt, dass die Braitnerstraße keinesfalls mehrspurig in einen einspurigen Kreisverkehr münden darf. Es ist also gesetzlich verboten, was die SPÖ fordert.“

Davon lässt sich Teuchmann, pensionierter Kommandant der Polizeiinspektion Baden, allerdings nicht beeindrucken. „Ich will nicht hören, wie es nicht geht, sondern wie es geht. Dann müssen wir eben auch den Kreisverkehr zweispurig machen“, fordert er.

 

Reaktionen

Stadtpolizeikommandant Oberst Walter Santin hält die Idee, den Kreisverkehr zweispurig zu machen, für unrealistisch: „Wie soll sich das ausgehen? Es ist schon einspurig eher knapp dort“, wundert er sich. Die Stadt habe bereits mehrmals mit Sachverständigen nach einer Lösung für die Situation gesucht aber keine gefunden. „Es hat sogar schon einmal ein Projekt mit einem Verkehrsplanungsbüro gegeben“, weiß Santin.

ÖVP-Klubobmann Rudi Gehrer reagiert verärgert. „Es kann nicht sein, dass die Opposition fast schon permanent auf die Ausschussarbeit pfeift und uninformiert mit Halbwahrheiten in der Öffentlichkeit hantiert. Hätte sich Kollege Teuchmann informiert, wüsste er was Sache ist. Schon vor Jahren, wurden mehrere Varianten geprüft. Aber entweder gibt es bauliche oder juristische Probleme.“

SP-Vorsitzender Markus Riedmayer bietet Bürgermeister Kurt Staska weitere Gespräche zu diesem Thema an: „Anstatt Argumente zu suchen, warum etwas nicht geht, sollten wir gemeinsam innovative Lösungen finden. Mein Team hat dazu einen Vorschlag ausgearbeitet. Lasst uns dessen Umsetzung diskutieren.“

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