Rennbahn muss weg. Ein wenig traurig ist man schon darüber, dass wieder alles neu aufgebaut werden muss. Dauer: zumindest ein halbes Jahr.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 24. Januar 2020 (03:20)
So sieht sie aus, die aufwendig gestaltete Rennbahn. Im Hintergrund beobacht der stolze Besitzer sein Werk, das er nun abbauen und an anderer Stelle neu errichten muss.
Holzinger.Presse

Seit drei Jahren fieberten rund zehn erwachsene Jungs jedem Donnerstag entgegen, um sich bei Gerhard Simon zu trafen und mit dessen digitaler Carrera-Rennbahn zu spielen und dabei zu fachsimpeln. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Rennbahn, sondern um eine 25 Meter lange, liebevoll gestaltete Strecke mit allen Schikanen im Maßstab 1:25 und 1:32.

Doch diese spannenden Donnerstage sollen nun ihr Ende finden. Denn das Haus, das die Rennbahn beherbergt, wurde verkauft und der befristete Mietvertrag nicht weiter verlängert. Nun trafen einander die Rennfahrer ein letztes Mal, um sichtlich betroffen, die letzte Fahrt zu genießen.

„Rennbahnen und die vielen Gestaltungsmöglichkeiten haben mich immer schon fasziniert. Auf der Bahn konnten gleichzeitig sechs Fahrer mit ihren Boliden ihre Runden drehen. Sogar eine Berndorf-Tribüne, eine digitale Zeitnehmung und eine Anzeige für Boxenstopps wurden eingebaut. Apropos Boxenstopp: bei unserer Bahn gibt es auch ‚Boxenluder‘, allerdings auch nur im Maßstab 1,32“, schmunzelt Besitzer Simon, trotz großer Traurigkeit.

Ein halbes Jahr lang habe er die Rennbahn aufgebaut und rund 30.000 Euro investiert. Berge an Kisten stehen jetzt bereit, um alles ordentlich und fachgerecht zu verpacken. Simon bleibt positiv: „Gott sei Dank hat sich jetzt doch eine Lösung gefunden, wo wir die Bahn wieder aufbauen können. Nur wird es halt wieder ein halbes Jahr dauern, bis die neue Strecke in Betrieb gehen kann. Aber alle meine Freunde freuen sich schon darauf und vielleicht wird sie jetzt sogar noch ein bisschen attraktiver.“